Schulgeschichte
Das Asam-Gymnasium München (ASG) wurde zum Schuljahr 1935/1936 während der Zeit des Nationalsozialismus als Hans-Schemm-Aufbauschule an der damaligen Frühlingsstraße (heute: Eduard-Schmid-Straße) gegründet. Benannt wurde sie nach einem antisemitischen und antidemokratischen Hitler-Vertrauten, der von den Nationalsozialisten als bayerischer Kultusminister eingesetzt wurde und nach seinem tödlichen Unfall von den Nationalsozialisten als Held verklärt wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diverse Schulen, Straßen und Hallen in ganz Deutschland nach ihm benannt. Ziel der Schule war es, Volksschülerinnen und Volksschüler in sechs Jahren auf das Abitur und eine anschließende Tätigkeit als Volksschullehrer vorzubereiten.
Das Schulgebäude wurde bei einem Bombenangriff am 06./07. September 1943 völlig zerstört. Die jüngeren Schüler wurden im Rahmen der Kinderlandverschickung in Leoni (Starnberger See) und Bad Wiessee (Tegernsee) untergebracht und dort unterrichtet. Die älteren Jungen wurden in der Flugabwehr als „Flakhelfer“ eingesetzt oder als Soldaten eingezogen. Die Mädchen besuchten die Wittelsbacher-Oberschule (heute: Wittelsbacher-Gymnasium) und legten z.T. dort das Abitur ab.
Am 9. September 1945 begann der Schulbetrieb wieder. Die Schule hieß nun Oberschule für Jungen an der Frühlingstraße. Nur Schulen, an denen alle Latein und Griechisch lernen, nannten sich damals „Gymnasium“. Am 9. September 1945, dem ersten Schultag nach Kriegsende, gab es folgende Klassen:
7 Schüler der 1. Klasse (d.h. 5.-Klässler)
9 Schüler der 2. Klasse (d.h. 6.-Klässler)
24 Schüler der 3. Klasse (d.h. 7.-Klässler)
32 Schüler der 4. Klasse (d.h. 8.-Klässler).
Sie wurden in verschiedenen Schulgebäuden unterrichtet.
Am 15. Januar 1946 wurde offiziell der Lehrbetrieb aufgenommen nachdem die Genehmigung der amerikanischen Militärregierung vorlag: Insgesamt besuchten 241 Schüler die Schule. Sie wurden von 7 Lehrern in verschiedenen Schulen, vor allem aber in der Maria-Theresia-Oberschule (heute: Maria-Theresia-Gymnasium) unterrichtet. Da es kaum intakte Klassenzimmer gab, wurden Klassen zusammengelegt und der Unterricht fand – auch in den kommenden Jahren – täglich in zwei Schichten statt (8.00 Uhr bis 18.05 Uhr, nur samstags kürzer). Im Winter endete der Unterricht früher, weil die Klassenräume zunächst nicht geheizt und beleuchtet werden konnten.
Im Jahre 1950 wurde die Dauer der gymnasialen Schulzeit wieder von acht auf neun Jahre verlängert, so wie vor 1935. Sowohl an der Frühlingsoberschule als auch an der Maria-Theresia-Oberschule wurden Studienseminare eingerichtet, an denen Referendarinnen und Referendare auf den Lehrberuf vorbereitet werden.
In den Jahren 1951-1964 fand der Unterricht montags, dienstags und mittwochs am Vormittag statt. Donnerstags, freitags und samstags war am Nachmittag Schule. Die Oberrealschule an der Frühlingstraße war weiterhin bei der Maria-Theresia Oberrealschule (heute: Maria-Theresia-Gymnasium) zu Gast.
Im Jahre 1952 wurde auf dem ehemaligen Schulgelände gebaut. In den ersten Flügel des Neubaus zog das heutige Albert-Einstein-Gymnasium ein, 1960 das heutige Pestalozzi-Gymnasium.
Im Schuljahr 1964/1965 darf die Schule umziehen, und zwar in ein neues Gebäude Ecke Werinherstraße/ Schlierseestraße. Aber da zu diesem Zeitpunkt das Gebäude des Maria-Theresia-Gymnasiums renoviert wurde, wurde diese Schule zwei Jahre lang als Gast im neuen Asam-Gymnasium aufgenommen. Für das Asam-Gymnasium bedeutete dies Fortsetzung des unterrichtlichen Schichtbetriebs. Mit dem Umzug fiel die Entscheidung für den Schulnamen Asam-Gymnasium: Mit der Benennung nach den Künstlern und Baumeistern Asam wurde bewusst ein Zeichen gesetzt: An diesem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium werden die musischen Fächer besonders geschätzt. Die Künstlerbrüder Cosmas Damian Asam (1686–1739) und Egid Quirin Asam (1692–1750) arbeiteten als Bildhauer, Stukkateure, Maler und Baumeister vor allem in Süddeutschland und gehören zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Spätbarocks.
Im Schuljahr 1970/1971 musste nach einer kurzen Pause erneut Schichtunterricht eingeführt werden, da nicht genügend Unterrichtsräume für die 1.368 Schüler zur Verfügung standen. Zusätzlicher Raumbedarf entstand außerdem, da das Asam-Gymnasium die einzige Modellschule in München war, an der nun die neue Kollegstufe erprobt wurde.
Im Jahre 1976 wurde der Erweiterungsanbau fertig gestellt, durch den die Schule am westlichen Ende zusätzliche Klassenräume erhielt. Der Unterricht fand nun wieder weitestgehend am Vormittag statt. Im Schuljahr 1975/1976 wurde am Asam-Gymnasium die erste Anschlussklasse (11. Klasse) eingerichtet. Begabten Realschülerinnen und -schülern wird auf diese Weise der direkte Übergang von der Realschule auf das Gymnasium ermöglicht. Und auf diese Weise kamen Mädchen an die Schule. Nach hitzigen Diskussionen wurde beschlossen, dass ab dem folgenden Schuljahr auch in den anderen Jahrgangsstufen mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte Mädchen aufgenommen werden können. So war bis zum Jahre 1978 die Schule eines der letzten staatlichen Jungengymnasien und hatte noch bis 1986 als eines der letzten beiden Gymnasien in Bayern regelmäßigen Samstagsunterricht.
Im Schuljahr 1978/1979 richtete das Asam-Gymnasium als erstes Münchner Gymnasium Modellklassen zur Förderung ausländischer Kinder ein. Die Schüler erhielten intensiven Deutschunterricht (1. Fremdsprache) und wurden auch in ihrer Muttersprache Türkisch unterrichtet. Als zweite Fremdsprache lernten sie ab der 7. Klasse Englisch. Im Schuljahr 1979/1980 wurde die erste Übergangsklasse eingerichtet, eine besondere 10. Klasse, die Realschülern den Übertritt auf das Gymnasium erleichtert.
Im Schuljahr 2002/2003 nahm das Asam-Gymnasium als einziges öffentliches Gymnasium im Münchner Raum an dem Schulversuch „Achtjähriges Gymnasium in Ganztagesform“ teil und richtete eine Ganztagesklasse ein.
Im Schuljahr 2003/2004 wurde am Asam-Gymnasium neben dem naturwissenschaftlich-technologischen Zweig auch die Ausbildungsrichtung sprachlicher Zweig (mit drei Fremdsprachen) eingerichtet.
Im Schuljahr 2004/2005 wurde verpflichtend das achtjährige Gymnasium als Regelmodell in Bayern eingeführt, beginnend mit den 5. und 6. Klassen.
Im Herbst 2007 wird vom neuen Schulleiter OStD Rothmann ein moderner Anbau mit einer großen Mensa mit 150 Sitzplätzen, Küche, Pausenkiosk, Gruppenräumen und einer großen Studienbibliothek eingeweiht.
Das Asam-Gymnasium hat zum Schuljahr 2008/2009 die meisten Einschreibungen der Landeshauptstadt München für die Jahrgangsstufe 5.
Am 24.09.2008 statten der Staatsminister für Unterricht und Kultus Siegfried Schneider (MdL) und die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Christine Strobel der Schule einen Besuch ab.
Mit dem Schuljahr 2008/2009 wird vom Staatsministerium das Studienseminar erneut erweitert. Nachdem im Schuljahr 2007/2008 mit dem Dienstantritt des neuen Schulleiters die Seminare für die Fächer Biologie und Chemie neu eingerichtet wurden, werden nun mit den Fächern Deutsch, Englisch und Geschichte Studienreferendare in insgesamt acht Fächern ausgebildet.
Im Rahmen der Externen Evaluation und in der Folge setzt ein lebhafter Schulentwicklungsprozess ein mit den Schwerpunkten Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 nimmt das Asam-Gymnasium am vom Staatsministerium geförderten bayerischen Projekt „Sprachbegleitung“ teil. Im Rahmen dieses Projekts zur Sprachförderung bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund entstehen zahlreiche Unterrichtsmodule und eine Handreichung für Lehrkräfte. Am ASG wird das Sprachkompetenztraining (SKT) in den Jahrgangsstufen 5 und 6 verpflichtend und mit sehr überzeugenden Ergebnissen angeboten.
Am 29.04.2009 (Todestag von Egid Quirin Asam) findet erstmals der Asam-Tag statt. Er wird in Form von Unterrichtsgängen, Exkursionen und Unterricht vor Ort „auf den Spuren der Brüder Asam“ durchgeführt. Exkursionen in die von den Brüdern Asam gestalteten Kirchen und Klöster (Asamhaus, Asamkirche, St. Anna im Lehel, Kloster Rohr, Kloster Weltenburg, Freisinger Dom, Schloss Schleißheim) sowie die Erstellung von Zeichnungen, Fotogeschichten, Großgemälden „Brüder Asam nach Andy Warhol“ sowie andere Aktivitäten und Vorträge zum Barock bringen den Schülerinnen und Schülern die Schulpatrone näher.
Am 16.07.2009 liest der ehemalige Schüler des Asam-Gymnasiums der mit hohen Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Schriftsteller Prof. Herbert Rosendorfer aus seinen Werken. Es ist der Schule eine große Freude und Ehre, den bekanntesten ehemaligen Schüler und großen humorvollen und unterhaltsamen Schriftsteller begrüßen zu dürfen.
Im Kalenderjahr 2009 werden in einem ersten großen Sanierungsabschnitt im Westflügel der Schule die Klassenräume saniert und dabei die Brandschutzausstattung auf den neuesten Stand gebracht.
Im Schuljahr 2009/2010 liegt die Schülerzahl nach starkem Anstieg in den letzten Jahren bei nunmehr knapp 1.000 Schülerinnen und Schülern.
Am 23.09.2009 besucht der Staatsminister für Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle (MdL) im Rahmen der „Biobrotboxaktion 2009“ die Schule und unterstützt die Schülerinnen und Schüler. 25.000 Brotboxen werden für die Erstklässler der Städte und Landkreise München, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau gepackt.
Die Schule besteht im Schuljahr 2009/2010 unter Einbeziehung der Zeit der Vorgängerschulen seit 75 Jahren; unter dem Namen „Asam-Gymnasium“ seit 45 Jahren. Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde die von Prof. Herbert Rosendorfer verfasste und der Schule gewidmete szenische Lesung „Noch solange die Affen parieren“ zusammen mit zwei Schauspielerinnen aus Bozen und dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München Christian Ude uraufgeführt.
Im Kalenderjahr 2010 werden in einem zweiten großen Sanierungsabschnitt zahlreiche Klassenräume saniert und dabei die Brandschutzausstattung auf den neuesten Stand gebracht. Mit einem finanziellen Volumen von über 2 Millionen Euro wird die Sanierung abgeschlossen.
Im Schuljahr 2010/2011 findet das doppelte Abitur zweier Abiturjahrgänge (G9 – 69 Abiturientinnen und Abiturienten / G8 – 52 Abiturientinnen und Abiturienten) statt. Damit findet das neunjährige Gymnasium sein Ende. Die Abiturienten erzielen die besten Abiturdurchschnitte seit Jahren.
Zu Beginn des Schuljahres erhält die Schule einen Anbau bestehend aus sechs Klassenräumen in Fertigbauweise zur Behebung der Raumnot. Die Schülerzahl liegt nun mit 1.043 Schülerinnen und Schülern deutlich über 1.000 Schüler. Ein Rückgang der Gesamtschülerzahl wegen des Wegfalls einer Jahrgangsstufe durch den Weggang des letzten G9-Jahrgangs findet aufgrund der hohen Einschreibungszahlen nicht statt.
Das Studienseminar wird mit dem Fach Evangelische Religionslehre erneut erweitert. Am Asam-Gymnasium werden nunmehr in neun Fächern Studienreferendare ausgebildet. Die Zahl der Referendare im Unter- und Oberseminar liegt bei über 60 Lehramtswärterinnen und Lehramtsanwärtern.
Am 08.11.2010 besuchen der Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber und die Umweltstaatssekretärin Melanie Huml das Asam-Gymnasium. Gemeinsam mit Vertretern der Akademie für Lehrerfortbildung und der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege wird das Aktionshandbuch „Tiere live“ vorgestellt. Eine Expertin des Landesbunds für Vogelschutz führte Fledermauspfleglinge aus einer Aufnahmestation vor.
Im Schuljahr 2011/2012 werden im Rahmen der Fortführung des Schulentwicklungsprozesses die mit dem Ministerialbeauftragten vereinbarten Zielvereinbarungen weiterentwickelt. Lehrer, Schüler und Eltern arbeiten in zentralen Bereichen an einer Verbesserung der Qualität von Schulklima, Unterricht, Kooperation und Vernetzung.
Das Asam-Gymnasium ist erneut Stützpunktschule „Bewegungskünste“ und nimmt als eines von sechs bayerischen Gymnasien als Modellschule am Projekt HoriZONTec, einem auf drei Jahre angelegten Schulversuch zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts, teil.
Am 16.12.2011 (3. Advent) zerstört ein Schwelbrand das Dienstzimmer des Amtsmeisters. Durch Rauchentwicklung werden einige darüber liegende Räume in Mitleidenschaft gezogen. Der Schulleiter gibt für den darauffolgenden Montag unterrichtsfrei. Die Behebung des Schadens ist komplizierter und aufwändiger als erwartet und zieht sich das gesamte Jahr 2012 hin.
Zahlreiche Schülerinnen und Schüler erhalten Stipendien und Förderungen u.a. der Roland Berger Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Bildungspakt Bayern, im Rahmen des bayerischen Eliteförderungsgesetzes, des Projekts „Unitag“, eines Frühstudiums (in Zusammenarbeit mit der LMU), beim Bundeswettbewerb Mathematik, einem Geschichtswettbewerb des Bundesjustizministeriums und von der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Im Schuljahr 2012/2013 wird die Schulleitung personell neu formiert. Aufgrund der Ruhestandsversetzung eines Kollegen und der Erweiterung des Direktorats aufgrund der hohen Schülerzahlen kann der Schulleiter innerhalb eines Jahres drei neue Direktoratsmitglieder mit Leitungsaufgaben betrauen.
Zum Schuljahr liegt die Schülerzahl bei etwa 1.050 Schülern. Das Kollegium erreicht die „magische Zahl“ von 100 Kolleginnen und Kollegen.
Das Asam-Gymnasium wurde vom Staatsministerium als Modellschule für die so genannte „Integrierte Lehrerreserve“ benannt.
Anfang Dezember 2012 konnten (nach fast 50 Jahren Bestand) die grundlegend sanierten Schülertoilettenanlagen frei gegeben werden.
Eine umfangreiche Fachraumsanierung der naturwissenschaftlichen Fachräume und Vorbereitungen wurde begonnen.
Die Instandsetzungsarbeiten der Folgeschäden des Schwelbrandes vom Dezember 2012 werden jetzt erst abgeschlossen.
Im Schuljahr 2013/2014 können zwei Chemiefachsäle, die Chemievorbereitung und zwei Kunstfachsäle nach umfassender Sanierung wieder in Betrieb genommen werden. Pünktlich zum Nikolaustag erhält die Schule einen neuen edlen Konzertflügel. Der im vorherigen Schuljahr begonnene dreijährige naturwissenschaftlich-fachübergreifende Modellversuch „Horizontec“ des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst wird sehr engagiert und erfolgreich fortgeführt. Im Bereich der Schulentwicklung sind die forcierte Begabtenförderung, die Zfu-Stunden der Klassen, das Sozialpraktikum in der Jgstf. 9, die erweiterten Pädagogischen Konferenzen, das Schülercoaching und die Klassenelternsprecherversammlungen nach einer Erprobungszeit fester Bestandteil des Schulentwicklungsprogramms der Schule. Besonderer Schwerpunkt ist die Unterrichtsentwicklung im Regelunterricht, in den Ganztagesklassen, im Bereich des Ersatzunterrichts, des Förderunterrichts und der Maßnahmen im Rahmen der individuellen Lernzeit. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist die Inklusion. Im Fortbildungskonzept der Schule wird der wichtigen Frage des Schüler-Feedbacks ein Stellenwert zugemessen. Am pädagogischen Tag wurde zu diesem Thema als Gastreferent Wolfgang Endres eingeladen. Herbst und Winter des Schuljahrs sind im Bereich der Schulentwicklung geprägt von der Durchführung und Auswertung der Internen Evaluation, die im Frühjahr zu neuen Handlungsvereinbarungen der Schulfamilie führen wird.
Im Schuljahr 2014/2015 erinnerte die Schule an „50 Jahre Schulstandort Asam-Gymnasium“. Als historisch und politisch bewusste Schule stellte sich die Schule ihrer Vergangenheit (Gründung 1935) und u.a. im Schwerpunkt den historischen Daten „75 Jahre Ausbruch des 2. Weltkriegs“ und „25 Jahre Fall der Mauer“. Die schulische Erinnerungsarbeit umfasst zahlreiche Projekte, Schülerlesungen, Fortbildungskonzepte, Ausstellungen und die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Die Exzellenzförderung zeigt auch in diesem Schuljahr ihre erfreulichen Ergebnisse. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler wurden in Stipendienprogramme aufgenommen, nahmen erfolgreich an Wettbewerben teil, legten Fremdsprachenzertifikatsprüfungen ab und wurden u.a. von der Landeshauptstadt München für ihr kulturelles oder ehrenamtliches Engagement geehrt. Im Rahmen des sozialen Engagements der Schule wurde eine freiwillige Spendensammlung zugunsten Obdachloser in München, ein Welt-AIDS-Tag und eine Weihnachtsaktion „Der Wunschbaum“ zugunsten junger Asylbewerber der BOKI-Schule durchgeführt. Erneut fand das Sozialpraktikum der Jgstf. 9 statt. Mit dem neuen „Offenen Bücherschrank“ entstand ein in seiner Ausstattung sich dauernd veränderndes Bücherangebot von Schülern für Schüler. Sehr erfolgreich und auch medial begleitet war die von Schülern der Jgstf. 10 vorbereitete und moderierte Podiumsdiskussion „Braucht Deutschland eine neue Außen- und Sicherheitspolitik?“ mit Doris Wagner, MdB (DIE GRÜNEN) und Hauptmann Phillip Specht (Bundeswehr). An der Politischen Akademie in Tutzing nahmen 63 Schülerinnen und Schüler der Jgstf. 10 und der Q11 am dreitägigen Simulationsspiel zum Thema „Datenschutz“ teil. Fast alle Schülerinnen und Schüler der Schule besuchten im Jubiläumsjahr die Ausstellung „Mit Leib und Seele“ in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung. Diese einmalige Ausstellung bedeutender Werke präsentierte Arbeiten unserer Schulpatrone Cosmas Damian und Egid Quirin Asam sowie weiterer Künstler, die das Rokoko prägten. Dieses Großprojekt wurde durch umfassende Planung und Eigenführungen der Fachschaft Kunst erst möglich. Im Schuljahr wurden die beiden langjährigen Musiklehrer OStR Staudacher und OStR Wohlfart sowie der Seminarlehrer für das Fach Physik Studiendirektor Schafbauer in den Ruhestand verabschiedet. Studiendirektor Schafbauer erhielt in Anerkennung für seine großen Verdienste um das Studienseminar die höchste Auszeichnung der Schule die „Asammedaille 2015“. Im Bereich der Immobilie wurde die Generalsanierung der Heizungsanlage abgeschlossen, die Fachlehrsaalsanierungen der Fachschaften Physik und Chemie wurden fortgeführt.
Im Schuljahr 2015/2016 wurden 1.020 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Ein deutlicher Personalausfall aufgrund von Dauererkrankungen und zahlreicher dienstlicher Einschränkungen schwangerer Lehrkräfte prägte die Personalsituation des Schuljahres. Daher mussten zahlreiche Lehrkräfte als Lehrerreserve auf Vertrag eingestellt werden. Auch das Studienseminar ist groß und hat nach wie vor eine Gesamtzahl von über 60 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern.
Im Rahmen des Schulqualitätsprogramms unserer Schulentwicklungsarbeit wurden die Handlungsvereinbarungen der letzten Jahre weiter umgesetzt. Verschiedene kleinere interne Evaluationen z.B. in der Lehrerbildung, im Bereich der Mensa und der Neigungsgruppen und zur Bewertung aller schulinterner Lehrerfortbildungen sowie die Rückmeldungen der Schulaufsicht zum Abitur, den Jahrgangsstufentests und der Respizienz geben differenzierte Rückmeldungen zum Leistungsstand und zum Stand des Schulentwicklungsprozesses.
Neben bewährten Förderangeboten wie einem zusätzlichen Blockunterricht in Kernfächern, erhielten Schüler individuelle Unterstützung z.B. durch fest zugeordnete Lehrer („Lerncoaches“) und zum Selbststudium Ferienlerntagebücher. Die Begabtenförderung, Schülerstipendien, Ehrungen und Erfolge in Wettbewerben haben eine hohen Stellenwert erreicht. Gefördert wurden Schüler z.B. als Stipendiaten im Programm „Talent im Land Bayern“, in Form von Teilnahme an Exzellenzseminaren, im Früh- bzw. Probestudium der Universitäten, beim Bundeswettbewerb Mathematik, der Mathematik-Olympiade, dem Schülerprogramm der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Symposien z.B. des Max-Planck-Instituts.
Besonders erfolgreich war der Abiturjahrgang 2016, bei dem über 55 % der Schüler ein gutes oder sehr gutes Abitur abgelegt haben. Fünf Schüler erzielten die Traumnote 1,0.
Am 21.01.2016 stellten die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs im Rahmen des neuen ASAM-Wissenschaftsabends die Ergebnisse ihrer im Rahmen von W- und P-Seminaren erstellten Arbeiten vor. Auftaktvorträge hielten vor mehr als 300 Zuhörern im Plenum Niklas Kuhl zum Thema „Untersuchung zur Haftfestigkeit von Anstrichstoffen auf verschiedenen Oberflächen“) und Ananda Stullich („Zerstörung und Verstörung – die Auswirkungen des 2. Weltkriegs auf Kinder und Jugendliche“). Zehn Seminare stellten dann in der Mensa bzw. in Kurzvorträgen in den Klassenräumen die Ergebnisse ihrer Arbeiten vor. Die vielfach sehr beeindruckenden Leistungen wurden von einem sachkundigen Publikum und vielen Mitschülerinnen und Mitschülern der unteren Oberstufe mit Begeisterung gewürdigt.
Im Bereich der Immobiliensanierung wurden im Schuljahr die Fachlehrsaalsanierungen in der Chemie und Physik, die Sanierung von drei Sammlungsräumen, zahlreiche akustische Sanierungsmaßnahmen, die Komplettsanierung der letzten unsanierten WC-Anlage im UG und schließlich, als Großprojekt, die Errichtung eines Aufzugs im Treppenhaus Nord mit barrierefreiem Zutritt durchgeführt und abgeschlossen. Damit sind zum Teil mehr als 10 Jahre alte Initiativen der Schulleitung nunmehr erfolgreich abgeschlossen worden. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht und seine Vorbereitung ist die Schule jetzt nach neuestem Stand ausgestattet. Das ist insbesondere auch für den Bereich der Lehrerbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern ein sehr deutlicher Fortschritt.
Die Vorplanungen für die Erweiterungsbaumaßnahme im Bereich der Sporthallen und von Klassenräumen wurden fortgeführt, Bodenprobebohrungen erfolgten und nach deutlicher medialer Initiative des Schulleiters wurde auch der Bedarf an Aufenthaltsflächen und Versammlungsräumen anerkannt. Die entscheidende Beschlussfassung über das Gesamtprojekt soll im Kalenderjahr 2017 erfolgen.
Ein Höhepunkt des kulturellen Schullebens, das sich auch im Schuljahr 2015/2016 z.B. mit Theaterclub, Theatervorführungen, Bewegungskunstabend, Schulkonzerten, Gottesdiensten, Ausstellungen als sehr reichhaltig und lebendig zeigte, war in dem Schuljahr die ASAM „First Night of Spring“ – eine großartige Tanzveranstaltung. Fein gekleidete Schülerinnen und Schüler, ein tolles Catering, schöne Technikeffekte und stilvolle Tänze, angereichert durch eine gelungene Tanzshow männlicher Lehrkräfte in feinem Zwirn, führten zu einem niveau- und stilvollen, wunderbaren Frühlingstanzabend.
Im Bereich des sozialen Engagements stachen Aktionen zugunsten der Münchner Aidshilfe und eine Spendenaktion für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge hervor.
Im Jahr 2016 wurde von der französischen Botschaft dem Asam-Gymnasium das Zertifikat des DELF-Prüfungszentrums verliehen. Intensiviert wurde auch der Frankreichaustausch (Lyon, Cholet, Bordeaux), der im Schatten der Terrorakte in Frankreich stand. Allerdings unterstrichen die Solidaritätsadressen des Schulleiters an die französischen Freunde und die flexible Verlegung der Austauschtermine und die gelungenen Austauschwochen, dass man sich im Namen der Freiheit terroristischer Gewalt nicht beugen wird.
„Jugend schreibt“ ist ein Programm des Pluskurses Deutsch, an dem zahlreiche Schüler Beiträge so überzeugend verfassten, dass sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurden. Auch das ASAM-Literaturquiz und ein Kritikergespräch mit dem Leiter des Literaturressort der SZ dienten der Sprach- und Leseförderung.
Im Bereich der historisch-politischen Gedenkkultur gestaltete das Asam-Gymnasium anlässlich des Holocaustgedenktages die Veranstaltung „Jugendliche im Holocaust“ mit Schülern, die aus Quellen lasen, mit. Im Mai lasen Schüler im Rahmen der Gedenkveranstaltung „München liest aus verbrannten Büchern“.
Drei Monate vor seinem Tod war im Juni letztmals Dr. h.c. Max Mannheimer als Zeitzeuge am Asam zu Besuch. Er berichtete den Studienreferendaren eindrucksvoll von seinen Erfahrungen als Überlebender des Holocaust und Botschafter gegen das Vergessen.
Im Bereich der Demokratieerziehung war die Podiumsdiskussion „Flucht und Asyl“ ein besonderer Höhepunkt im Schuljahr. Angesichts einer sich über die Flüchtlingsfrage stark und rasch polarisierenden Gesellschaft fand im Anton-Fingerle Zentrum auf wohltuend sachlichem Niveau eine Diskussion von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 mit Vertretern aller Fraktionen des Bayerischen Landtags statt. Nach einem historischen Rückblick des Schulleiters zur Fluchtthematik in Deutschland, hielt Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, einen exzellenten Impulsvortrag über die aktuellen Herausforderungen der Flüchtlingspolitik.
Im Schuljahr 2016/2017 wurden über 1000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Immer noch gibt es mehr Buben (542) als Mädchen (464) an der Schule. Vier gebundene Ganztagsklassen und die Einführungsklasse in Jgstf. 10 erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Zahlreiche Personalveränderungen, darunter auch die Ruhestandsversetzung zweier langjähriger Kolleginnen, schließen die „demographische Wende“ an der Schule ab. 65 % des Kollegiums von 2007 ist in den letzten 10 Jahren in den Ruhestand gegangen und wurde durch junge Kolleginnen und Kollegen ersetzt.
Im Schuljahr 2016/2017 fanden Elternbeiratswahlen statt und auch die Wahl von Klassenelternsprechern ist fester Bestandteil im Bereich der Mitwirkung der Erziehungsberechtigten.
Mitte November 2016 besuchte der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-Ost, der Ltd. OStD Richard Rühl mit seinem Mitarbeiter StD Gerhard Voigt, die Schule und traf im Gespräch auf alle Gruppen der Schulgemeinde. Im Abschlussgespräch bekundete der Ministerialbeauftragte, das er einen sehr positiven Eindruck von der Organisation der Schule, der hier geleisteten Arbeit und den in der Schulgemeinschaft lebenden Menschen gewonnen habe.
Auch im Schuljahr 2016/2017 fanden wieder zahlreiche Evaluationsmaßnahmen statt: die jährliche Evaluation zur Schulmensa wies hohe Zufriedenheitswerte auf, die Evaluation im Ganztagesbereich betraf v.a. auch das Neigungsangebot und schließlich führte die große Interne Evaluation im Herbst zur Fortschreibung der selber gesetzten Handlungsvereinbarungen bis Sommer 2018.
Das Studienseminar des Asam-Gymnasiums ist Modellseminar des Projekts „Schülerfeedback“ des Staatsministeriums. Die Damen und Herren Studienreferendare holen mehrfach im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes Feedback der Schüler zum Unterricht und der Unterrichtsführung ein. Der Modellversuch ist bis Ende des Schuljahres 2017/2018 terminiert – Schülerfeedback soll anschließend generell fester Bestandteil der Seminarausbildung werden.
Das Schuljahr 2016/2017 war insbesondere geprägt von einer starken Zunahme der Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Wettbewerben. Im Bereich der Mathematik-Olympiade erreichten mehrere Schüler vordere Plätze, am Känguru-Mathematikwettbewerb nahmen zahlreiche Schüler teil, im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der TU München wurde das Bruchrechnen mit und ohne Tablet getestet. Neue Vorlesewettbewerbe in den Fremdsprachen und der traditionelle Vorlesewettbewerb Deutsch wurden durchgeführt.
Der 2. Wissenschaftsabend des Asam-Gymnasiums war ein großer Erfolg. Hauptvorträge hielten Kaj Lehner „Bayerische Tracht – Ein deutscher Erinnerungsort“ und Leopold Jansen „Untersuchung des Färbeverhaltens von Indigo auf Textilien unterschiedlicher Molekülstruktur“. Im Abgussmuseum fand auch eine von den Medien eine vielbeachtete „Römische Modenschau – Modus vestiendi“, mit hervorragendem Begleitkatalog, statt. In der neuen Stadtteilbibliothek wurde eine Ausstellung „Kindheit in Giesing“ gezeigt. Sowohl bei der Auftaktveranstaltung als auch in den Folgewochen war die Ausstellung sehr beachtet und besucht. Eine ganz besondere Beachtung in der Öffentlichkeit erfuhr das P-Seminar „Schwimmen“, in dem Schülerinnen und Schüler der Jgstf. 11 einen Schwimmkurs für Sextaner planten und durchführten. Ein Riesenerfolg: Alle 22 Fünftklässler haben am Ende das Schwimmabzeichen erhalten. Die SZ berichtete ausführlich unter der Überschrift „Oberwasser“.
Neu eingeführt von den Schülern wurde ein Winterball als stilvolle Tanzveranstaltung mit Showelementen, die von Schülern und Lehrern gut besucht wurde.
Als ein Höhepunkt der politischen Bildungsarbeit an der Schule fand zur Vorwahlkampfzeit am 14.03.2017 zur Bundestagswahl eine Podiumsdiskussion der Jgstf. 10 auf hohem Niveau mit den Direktkandidaten des Bundestagswahlkreises München-Süd statt. Nach der Begrüßung und Einführung in das deutsche Wahlrecht durch den Schulleiter OStD Peter Heinz Rothmann hielt die Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Frau Prof. Dr. Ursula Münch“ einen Impulsvortrag über das Phänomen „Populismus“. Moderiert wurde die Diskussion von Jan Heidtmann von der SZ.
Ebenfalls von der Politischen Akademie kam Dr. Michael Mayer an die Schule und hielt einen Vortrag mit Diskussion zum Thema „Krieg und Kollaboration – der Holocaust in Frankreich“. Darüber hinaus nahmen im Rahmen der historisch-politischen Erinnerungsarbeit Schüler Anfang Februar an dem „Tag der Quellen“ im Münchner Volkstheater und im Mai an der Gedenkveranstaltung „München liest aus verbrannten Büchern“ teil. Auch in diesem Schuljahr fand eine politische Studienfahrt „Berlinfahrt“ statt. Sehr interessant auch der Besuch der Bayerischen Staatskanzlei der Klasse 10e. Im Herbst 2016 erreichte uns die traurige Nachricht, das der Zeitzeuge Dr. h.c. Max Mannheimer verstorben ist. Jahrelang haben wir ihn in Schulklassen und noch im Juni 2016 im Studienseminar begrüßen dürfen.
Im Schuljahr gründete sich der AK Rainbow, der sich zum Ziel gesetzt hat, Aufmerksamkeit auf das Thema „Homosexualität“ zu lenken, zu informieren und Vorurteile abzubauen.
Im Mai 2017 kam die Straßburger Kinder- und Jugendbuchillustratorin Véronique Deiss zu Besuch und gibt vor der Jgstf. 9 einen Einblick in die französische Comic-Kunst.
Im Bereich der Immobiliensanierung wurde im Herbst der neue Aufzug in Betrieb genommen. Da auch die Außenzugänge schwellen-, d.h. barrierefrei wurden, ist das Asam-Gymnasium jetzt auch für weitere Formen der Inklusion gerüstet. Der Abschluss der Generalsanierung in Form der Sanierung der Musiklehrsäle und der Akustiksanierung im UG (vier Klassenräume und Flur) ist für das 1. Halbjahr des Schuljahres 2017/2018 geplant.
Die Erweiterung des Asam-Gymnasiums (EASG) wurde im Sommer 2017 vom Stadtrat verbindlich beschlossen. Die Pläne sehen eine deutliche räumliche Entlastung und eine pädagogisch-sächliche qualitative Bereicherung vor. Das Planungsteam, die Architekten und die Schulleitung stehen seitdem in ständigem Austausch. Die Bauvorbereitungsarbeiten und der Baubeginn erfolgen im 2. Halbjahr des Schuljahres 2017/2018. Die Fertigstellung ist für September 2021 geplant.
Im Schuljahr 2017/2018 wurden bei uns 1000 Schülerinnen und Schüler in 28 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet. Davon waren 546 Buben und 454 Mädchen. In den Jahrgangsstufen 5-8 wurde je eine Ganztagesklasse und auch im Schuljahr 2017/2018 wurden 24 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife in der Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 10 begrüßt.
Im Rahmen des P-Seminar Anfängerschwimmen unter Leitung von StDin Hummel brachten Schülerinnen und Schüler der Q 11 Sextanern das Schwimmen bei. Zum Abschluss traten die Schülerinnen und Schüler zur Abnahme des Schwimmabzeichens an. Das herausragende Ergebnis war, dass es allen Teilnehmern aus der Jahrgangsstufe 5 gelang, das Schwimmabzeichen zu erwerben und damit ihr erlerntes Können unter Beweis zu stellen.
Nach 38 Jahren als Schulsekretärin, davon mehr als 23 Jahre am Asam-Gymnasium, ist mit Ablauf des 31.01.2018 unsere Schulsekretärin VwAe Bettina Dohn in den Ruhestand getreten. Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte (und der Lehrerchor), das Verwaltungspersonal und die Schulleitung haben Frau Dohn im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedet. Für ihr besonders herausragendes, langjähriges Wirken für die Schulgemeinschaft wurde die Kollegin mit der höchsten Auszeichnung der Schule, der Asam-Medaille 2018, ausgezeichnet.
Am 25.01.2018 verstarb plötzlich unser Kollege im Ruhestand StD a.D. Fritz Wrobbel. StD Wrobbel wirkte jahrzehntelang am „Asam“ als Lehrer für Biologie und Chemie, als Leiter der lernmittelfreien Bibliothek, Oberstufenkoordinator und als Mitglied des Direktorats. Für seine großen Verdienste erhielt StD Wrobbel die Asam-Medaille 2012.
Am 20.03.2018 fand zum Thema „Demokratie in Gefahr? – Rechtspopulismus und Medien“ im AFZ eine Podiumsdiskussion von Schülerinnen und Schülern der Jgstf. 10 mit den Landtagsabgeordneten Isabell Zacharias (SPD), Andreas Lorenz (CSU) und Frau Diane Dotzauer (BR-Studio Oberbayern), Frau Anna Günther (SZ-Redaktion Bayern) und Klaus Rimpel (Tz, Politik) statt. Nach der Begrüßung und Einführung durch den Schulleiter hielt Frau Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, einen Impulsvortrag zum Thema „Die Veränderungen der Mediendemokratie und der Aufstieg der Populisten“. Dem schloss sich eine von OStR Frank Uhrmann moderierte Podiumsdiskussion an. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Fachschaften Geschichte und Sozialkunde.
Schüler der Q11 diskutierten über die deutsch-amerikanische Beziehungen und aktuelle Fragen der amerikanischen Politik und Gesellschaft mit der US-Generalkonsulin Jennifer Gavito. Die Schüler stellten facettenreiche Fragen zu den spannenden Themen der Einwanderung, dem deutsch-amerikanischen Verhältnis und der amerikanischen Demokratie.
„Europa und der Brexit“ war das Thema der Europa-Auftaktveranstaltung für weitere europabezogene zukunftsweisende Aktionen an unserer Schule. Am 4. Mai 2018 begrüßte der Schulleiter im Rahmen der Europawoche 2018 den Brexit-Beauftragten der Bundesregierung, Dr. Peter Ptassek, Beauftragter für Grundsatzfragen der EU und stellvertretender Leiter der Europaabteilung im Auswärtigen Amt. Besonders politisch interessierte Schüler der Jgstf. 10 hatten die Möglichkeit, mit Dr. Ptassek über die Tätigkeitsfelder des Auswärtigen Amtes zu sprechen und den bevorstehenden Brexit aus britischer und europäischer Sicht zu beleuchten. Geplant und organisiert wurde die Diskussionsveranstaltung von StRin Dietl, StRin Kuhn und StR Matthaus. Der Referent lobte, dass unsere Schüler seiner Meinung nach erstaunlich gut informiert waren.
Ende Juli wurde dem Asam-Gymnasium für das große Engagement im Bereich der Verbraucherbildung im Schulalltag vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und Staatsministerium für Unterricht und Kultus das Gütesiegel „Partnerschule für Verbraucherbildung Bayern“ verliehen.
Die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Asam-Gymnasiums (EASG) haben in den Wochen seit den Pfingstferien erheblich an Fahrt aufgenommen. Für die dreijährige Bauzeit wurde ein neuer Süd-Zugang zum Schulgelände errichtet. Leider konnte aufgrund von verschiedenen Verzögerungen das Außentreppenhaus nicht fristgerecht übergeben werden. Zu loben war die Einsicht der Schülerinnen und Schüler, einen erweiterten Gebäudezugang zu nutzen.
Auf der Nordseite erfolgte ein systematischer Rückbau unserer Turnhallen West und Ost mit strikter Materialtrennung. Am 02.07.2018 fiel die letzte Hallenwand und die 54 Jahre alten Asam-Turnhallen wurden Geschichte. Es begann dann der Tiefbau, der bis zum Januar 2019 abgeschlossen wurde. Der Hochbau des Lernhauses begann fristgerecht. Die Fertigstellung der Dreifachturnhalle, des Lernhauses, der Mensa und der Aula ist für den Beginn des Schuljahres 2021/2022 geplant. Die Kosten wurden mit ca. 55 Mio Euro veranschlagt. In allen Gremien wurde über den jeweils aktuellen Stand von EASG informiert und entsprechende, auch organisatorische Fragen besprochen.
In diesem Jahr wurden leider keine „Lotsinnen im Übertrittsverfahren“ an unser Gymnasium abgeordnet, da das Staatsministerium die Unterrichtsversorgung an den Grundschulen sicherstellen muss. – Im Schuljahr 2018/2019 wurden bei uns 1013 Schülerinnen und Schüler in 29 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet. Davon sind 566 Jungen und 447 Mädchen. In den Jahrgangsstufen 5-8 wurde wieder je eine Ganztagesklasse eingerichtet. Auch in diesem Schuljahr durften wir wieder 23 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife in der Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 10 begrüßen.
Eine ganz besondere Auszeichnung, nämlich den „Preis des Bayerischen Clubs“ erhielt unsere Abiturientin (2018) Sophie Behrendt für ihre hervorragende Facharbeit zum Thema „Demokratie-Erziehung? Amerikanische Einflüsse auf die deutsche Medienlandschaft nach 1945 am Beispiel der Süddeutschen Zeitung“ im Rahmen eines Empfangs der Landtagspräsidentin Stamm im Beisein von Kultusstaatssekretärin Trautner aus den Händen von Prof. Albert Scharf, Präsident des Bayerischen Clubs, den Preis des Bayerischen Clubs verliehen. Betreut worden war die im Fach Deutsch verfasste Arbeit von StD Markus Hirschl.
Zu den Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des Gedenkens an 100 Jahre Ende des 1. Weltkriegs wurde eine kleine Delegation (StRin Dr. Kuhn, Katharina Schulz, Jakob Meyer (beide 10a) und StR Hofmann) in Bordeaux von der dortigen Schulleitung und dem Bürgermeister begrüßt. Die beiden Schüler sprachen im Rahmen einer Gedenkfeier in Floriac und auf der großen Veranstaltung in Bordeaux (mit Frankreichs ehemaligem Premierminister Alain Juppé) am 11. November 2018. Sie trugen in Floriac selbst formulierte Gedanken zum Thema Frieden und Europa vor. In Bordeaux verlasen sie einen authentischen Soldatenbrief, der die Schrecken des Ersten Weltkrieges nachempfinden ließ. Nach den Gedenkveranstaltungen hatten die Schüler die Möglichkeit, mit den Nachkommen von Kriegsbeteiligten zu sprechen. Die Wichtigkeit der deutsch-französischen Freundschaft wurde in den vielen Gesprächen immer wieder betont, vor allem in Zeiten, zu denen vermehrt politische Konflikte an den europäischen Fundamenten rütteln, sodass heutzutage ein in Floriac gemeinsam gepflanzter Friedensbaum mehr als nur symbolische Bedeutung besitzt.
Bundesweiter Vorlesetag: Am 16.11.2018 lasen ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus ihren Lieblingsbüchern in den Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 vor und beantworteten Fragen rund um Bücher und Lesegewohnheiten. Ansporn und Ermutigung zum Lesen „von Schülern für Schüler“.
SMV Weihnachtstruck Aktion 2018: Der Johanniter LKW rollte mit mehr als hundert von unseren Schülerinnen und Schülern und den Lehrern liebevoll gepackten Päckchen in hilfsbedürftige Regionen nach Osteuropa.
Die SMV übergab die großzügige Spende der Schülerinnen und Schüler an Prof. Dr. Thomas Graf von Arnim von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und sein Team.
„Europäische Außenpolitik“: Das Asam-Gymnasium hat eine starke europäische Ausrichtung und so konnten wir mit Dieter Reinl, einem Vertreter des Auswärtigen Amts in Berlin und Referenten für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Bürgerdialoge, erneut einen Vertreter des Bundesaußenministeriums bei uns am Asam begrüßen. Zunächst referierte Dieter Reinl, der bisher u.a. in Istanbul, Warschau und Paris für das Auswärtige Amt gearbeitet hat, über die diplomatische Laufbahn und ermutigte die Schülerinnen und Schüler aus den Jgstf. 10 und 11 auch über diesen Berufsweg bei der eigenen Berufswahl nachzudenken. Die Diskussion zum Thema „Deutschlands Rolle und Verantwortung in Europa und der Welt“ forderte die Schüler auf, begründet Position zu beziehen und sich der Komplexität von außenpolitischen Themen bewusst zu werden. „Gerade in Zeiten, in denen populistische Strömungen wieder erstarkt sind, ist es wichtig, diesen differenzierte und sachliche Argumente entgegenzustellen“, resümierte Dieter Reinl am Ende der Diskussion. Die anspruchsvolle, beeindruckend sachliche und sehr gelungene Veranstaltung zur europäischen Bildung wurde von StRin Kuhn organisiert und von StR Kahler begleitet.
„Die Europäische Union zwischen nationalem Eigeninteresse und gemeinsamer Zukunftsgestaltung“ lautete das Thema der politischen Jahres- Podiumsdiskussion: Am 19.03.2019 fand sie hochkarätig mit Prominenz besetzt im Rahmen eines fachübergreifenden Projekts der Jgstf. 10 mit den Schülerinnen und Schüler der Jgstf. 10 und Q11 statt. Nach der Begrüßung und einer thematischen Einführung durch den Schulleiter hielt Dr. Andreas Kalina von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, einen Impulsvortrag. Die umfassenden durchdachten Beiträge und auch kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler an Dr. Andreas Kalina, Herrn Generalkonsul Andrzej Osiak (Generalkonsul der Republik Polen), Bertram Brossardt (Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft) und Tobias Winkler (Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments) verdeutlichten deren intensive Auseinandersetzung mit der Thematik. Die Organisation und Moderation dieser besonders herausragenden Veranstaltung hatte OStR Frank Uhrmann inne.
In den Fluren unseres Gebäudes wurden auf Wunsch der SMV viele neue, den Brandschutzvorschriften gerecht werdende Sitzmöglichkeiten geschaffen. Die Schüler erfreuen sich nun über fast 40 hochwertige Klappsitze, die zum bequemen Verweilen einladen.
Im April erschien die erste Ausgabe der neuen Schülerzeitung „ASAM-Times“. Nachdem wir längere Zeit keine Schülerzeitung hatten, ist ein großes Team der SMV und interessierter Schülerinnen und Schüler aktiv geworden und hat unsere neue Schülerzeitung auf den Weg gebracht. Wie es sich gehört recherchierten, interviewten und schrieben die Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten viele sehr lesenswerte Artikel, die in der ersten Auflage im April (Preis 1€) veröffentlicht wurden. Als Interviewpartner stand sogar unser Staatsminister persönlich zur Verfügung.
Nachdem im Vorjahr das Asam-Gymnasium schon Partnerschule Verbraucherbildung wurde überzeugte das ASG erneut und wurde jetzt sogar PartnerschulePLUS Verbraucherbildung Bayern: Wir erhielten die Auszeichnung „PartnerschulePLUS Verbraucherbildung Bayern“ nicht nur für die Umsetzung konkret vorgegebener Projektthemen, sondern besonders auch für die allgemeine Verankerung der Verbraucherbildung im unterrichtlichen Schulalltag. Im Mittelpunkt standen die Themen „Internet mit Köpfchen nutzen“ und „Plastikver(sch)wendung“, welche von den Klassen 10a (StR Mayr) und 10c (StRin Seiferth) im Rahmen des Fachunterrichts Wirtschaft und Recht umfangreich bearbeitet und visuell aufbereitet wurden. Die offizielle Auszeichnungsveranstaltung mit der Regierungspräsidentin von Oberbayern, Maria Els, fand in der Woche vor den Sommerferien statt.
Im Schuljahr 2019/2020 wurden bei uns 1056 Schülerinnen und Schüler in 29 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet. Davon waren 589 Jungen und 467 Mädchen. In Q11 wurden 119 Schülerinnen und Schüler (in 71 Kursen, 10 W-Seminaren und 10 P-Seminaren), in Q12 124 Schülerinnen und Schüler (in 61 Kursen in 9 W-Seminaren und 9 P-Seminaren) unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 5-8 wurde wieder je eine Ganztagesklasse eingerichtet. In der Jahrgangsstufe 10 wurde wieder eine Klasse mit 28 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife als Einführungsklasse gebildet.
Schulgeschichte
Im Schuljahr 2020/2021 wurden 1.039 Schülerinnen und Schüler in 29 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet. Davon waren 591 Jungen und 448 Mädchen. In Q11 wurden 140 Schülerinnen und Schüler (in 75 Kursen, 11 W-Seminaren und 9 P-Seminaren), in Q12 112 Schülerinnen und Schüler (in 60 Kursen in 10 W-Seminaren und 10 P-Seminaren) und 4 jahrgangsübergreifenden Kursen unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 5 konnten in den Jahrgangsstufen 6-8 je eine Ganztagesklasse eingerichtet werden. 26 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife traten in die Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 10.
Hygienekonzepte
Die allgemeine Lage der Corona-Pandemie verlangte die strikte Einhaltung der Hygienebestimmungen. Der schulische Hygieneplan wurde aktualisiert, weil der Mindestabstand von 1,50 m in den Klassen- und Fachräumen bei Belegung mit kompletten Klassen in der Regel nicht mehr einzuhalten war. Da der konsequenten, intensiven Raumlüftung eine ganz besondere präventive Rolle zufiel, wurde ein Lüftungsplan aufgestellt. Die Staatsregierung hatte verpflichtend für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler angeordnet, einen Mund-Nasen-Schutz auch im Unterricht anzulegen. Bezüglich der hygienekonformen Organisation von Klassenelternversammlungen, Elternbeiratswahlen und Informationsveranstaltungen der Schule usw. mussten wir jeweils aktuell besondere Formen wählen.
In V-Fitkursen (Vorrückungskurse) wurden aufgrund der corona-bedingten Unterrichtssituation im zweiten Halbjahr 2019/2020 verpflichtend alle Schülerinnen und Schüler, die auf Probe vorgerückt sind, zusätzlich eine Wochenstunde in Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch oder Latein unterrichtet, um in diesem Rahmen die fachlichen Schwächen und Lücken kompensieren zu können.
Pädagogischer Tag
Am Buß- und Bettag führte das Lehrerkollegium seinen jährlichen Pädagogischen Tag erstmals komplett online im Rahmen von Video-konferenzen durch. Thema war „‚Best practice“ aus dem Distanzunterricht und Formen des Feedbacks“. Nach einer Plenumsbegrüßung durch den Schulleiter und zwei Impulsvorträgen tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen der Fachschaften in verschiedenen Zeitschienen fachbezogen fach- und mediendidaktisch aus. Thematisiert wurden Fragen des Tagesrhythmus und der Motivation der Schülerinnen und Schüler, Umfang und Art der Material-sequenzen, Einstellungsvarianten der Online-Plattformen und Vor- und Nachteile von Tools. Lebhaft diskutiert wurden auch verschiedene Varianten des Distanzunterrichts, Online-Tafelbilder vom Whiteboard oder Tablet, Nutzung von „GoodNotes“, individualisierte Varianten von
von Lernvideos, das Erzeugen von interaktiven Elementen (H5P) für die Überprüfung erworbenen Wissens im Präsenz- oder Distanzunterricht, Experimentenersatz im naturwissenschaftlichen Distanzunterricht, das Konzept „Flipped Classroom“ und z. B. die Planung interaktiver Übungen wie Quiz, Lückentexte, Kreuzworträtsel für Wiederholungszwecke oder zur Ergebnissicherung mit „Kahoot“ oder „Hot Potatoes“.
Konferenz-Mikrofon-Lautsprecher
Auf Anregung des Schulelternbeirats wurden für die Übertragung des Unterrichts aus Klassenräumen an Schülerinnen und Schüler daheim („Wechselunterricht“) leistungsfähige Mikrofon-Lautsprecher-Einheiten (Jabra) für alle Klassenräume angeschafft. Sie verbessern nachhaltig die Verständlichkeit des Klangs der übertragenen Sprache.
Im Rahmen eines Schüler-Feedbacks vergaben die Schülerinnen und Schüler 10 von 10 Punkten für den „guten Klang“ (neudeutsch„Sound“)!
2. Halbjahr
Personalia
StD Martin Mai, der seit 2011 am Asam-Gymnasium, zunächst als Mitarbeiter im Direktorat und dann ab Februar 2012 als Ständiger Stellvertreter des Schulleiters, tätig war, wurde vom Staatsministerium zum 15.02.2021 mit der Leitung des benachbarten Staatlichen Pestalozzi-Gymnasiums München betraut.
Das Staatsministerium hat die Mitarbeiterin im Direktorat, StDin Melanie Teuscher, mit Wirkung vom 01.08.2021 zu der Ständigen Stellvertreterin des Schulleiters bestellt. Das ist in schwierigen Zeiten sehr positiv für die ganze Schulgemeinschaft.
Die Q12 kehrte ab 01.02.2021 als „Abschlussklasse“ in Form des Wechselunterrichts wieder in eine Teilform des Präsenzunterrichts an die Schule zurück. Wir wechselten täglich die Gruppen und die jeweils in hauslicher Isolation befindlichen Schülerinnen und Schüler nahmen aufgrund des synchronen Streaming aus dem Schulhaus am Unterricht nach Stundenplan zeitgleich teil. Dies war dank unserer guten technischen Ausstattung, der Ausgabe zahlreicher leistungsstarker Leihgeräte (Tablets mit SIM) und unserem relativ stabilen und relativ leistungsstarken Schul-WLAN möglich.
Die Abiturtermine wurden verschoben und neu angesetzt
Abiturtermine (neu)
Schriftlicher Teil:
Mittwoch, 12. Mai 2021: Deutsch
Dienstag, 18. Mai 2021: Mathematik
Freitag, 21. Mai 2021: 3. schriftliches Prüfungsfach (mit Französisch)
Kolloquiumsprüfungen:
Erste Prüfungswoche: 7. Juni bis 11.Juni 2021
Zweite Prüfungswoche: 14. Juni bis 18.Juni 2021
Bekanntgabe der Prüfungsnoten Freitag, der 18. Juni 2021.
Entlassung am 16.07.2021.
Es wurde frühzeitig, unabhängig von der Entwicklung der pandemischen Situation, darauf hingewiesen, dass aufgrund unserer sehr eingeschränkten Raumsituation wie in den vergangenen beiden Jahren
an den drei Tagen der Schriftlichen Abiturprüfungen am 12.05.,
18.05. und 21.05.2021 sich in jedem Fall nur die Abiturientinnen und Abiturienten im Schulgebäude aufhalten können. Wegen der für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen erforderlichen großen Anzahl an Räumen ist für die Beaufsichtigung ein erheblicher Personaleinsatz erforderlich.
Wissenschaftsstunde der W- und P-Seminare der Q12
In normalen Zeiten stellen unsere Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer im Rahmen der Wissenschafts- und Projekt-Seminare der Q12 erstellten Arbeiten und Projekte an unserem traditionellen Wissenschaftsabend einem größeren Publikum vor. Immer mit dabei sind natürlich die Erziehungsberechtigten, die Lehrer und Lehrerinnen und auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 und der Q11. Hier geht es darum, dass einerseits die Abiturientinnen und Abiturienten ihre gewonnenen Erkenntnisse der Schulöffentlichkeit vortragen können, und andererseits aber auch darum, dass die Jahrgangsstufen 10 und 11 von den Mitschülerinnen und Mitschülern sehr anschaulich vermittelt bekommen, welches Niveau von ihnen in der Oberstufe erwartet wird. Nachdem in diesem Jahr pandemisch bedingt leider keine Präsenzveranstaltung möglich war, wurde als kleiner, aber sehr feiner Ersatz eine Online-Wissenschaftsstunde organisiert. Diese Wissenschaftsstunde, die am 05.02.2021 als Online-Impulsveranstaltung über MS Teams durchgeführt wurde, ermöglichte es, den Abiturientinnen und Abiturienten, im Sinne eines „best-practice“, besonders herausragende Ergebnisse ihrer wissenschafts-propädeutischen Arbeiten den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 und 11 vorzustellen. Die Stunde vermittelte den jüngeren Schülerinnen und Schülern aber auch Hoffnung und Zuversicht, dass selbst unter erschwerten Rahmenbedingungen begeisternde Leistungen erbracht werden können.
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.2021
Am staatlichen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Asam-Gymnasium des Terrors und der Millionen Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Für uns ist der Gedenktag auch in unserer Zeit besonders wichtig, um Rassismus, Antisemitismus, Menschenverachtung und neonazistische Aktivitäten zu thematisieren und dazu Stellung zu beziehen. Das stellte der Schulleiter in seiner als Audiobotschaft übermittelten „Durchsage“ an die Schulgemeinschaft heraus. Das Fachseminar Geschichte des Studienseminars und die Fachschaft Geschichte haben anlässlich des Tages der Opfer des Nationalsozialismus eine Gedenkpräsentation erstellt, in der zehn Biografien von Opfern des Nationalsozialismus vorgestellt werden. Der Film wurde allen Schülerinnen und Schülern über Mebis zur Verfügung gestellt und auch im Unterricht besprochen.
Information der Jgst. 8 über die „Individuelle Lernzeitverkürzung“ (ILV)
Am Donnerstag, den 11.03.2021 fand für die Jahrgangsstufe 8 eine Online-Informationsveranstaltung zur Individuellen Lernzeitverkürzung statt. Die ILV bietet die interessante Möglichkeit, die Jgst. 11 als Auslandsjahr zu gestalten oder zu überspringen und das neunjährige Gymnasium nach acht Jahren (wie bisher im G8) zu verlassen. Da unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Regel-G8 in der Vergangenheit sehr gut zurechtgekommen sind, ist dieses Angebot für sicherlich mehr als ein Drittel unserer Schülerinnen und Schüler interessant. Das Gute ist, dass darüber jetzt noch keine verbindliche Festlegung erfolgt, sondern man sich mit der Teilnahme an zwei zweistündigen Modulen über zwei Jahre (Jgst. 9 und Jgst. 10) diese Option der Verkürzung um ein Jahr sichert. Zu dem Online-Informationsabend über MS Teams für Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte erging eine gesonderte Einladung über das Elternportal.
Schülersprechstunde
Um während der Pandemiezeit auf besondere persönliche Anliegen der Schülerinnen und Schüler eingehen zu können, hat sich ein Lehrerteam gebildet, das eine fachunabhängige Sprechstunde für alle anbietet. Die Kollegen möchten den Jugendlichen noch eine weitere Möglichkeit der Ansprache anbieten und versuchen, mit Hinweisen und Tipps zu helfen, wenn die Motivation nachlässt oder Strategien für das Lernen daheim nicht so richtig greifen, die Schulfreunde einfach fehlen oder der Tag einem manchmal schlichtweg zu lange vorkommt.
Vorlesewettbewerb Deutsch
Dieses Jahr konnten die Schülerinnen und Schüler beim Landeswettbewerb ein von ihnen erstelltes Video einschicken. Hier nahm Teresa Pabst (6b) erfolgreich mit ihrer Präsentation teil.
Vorlesewettbewerb Französisch
Um den Schülerinnen und Schülern ein wenig Abwechslung zum Corona Schulalltag zu bieten, konnten sie anlässlich des deutschfranzösischen Tags an einem organisierten Online-Vorlesewettbewerb teilnehmen. Schülerinnen und Schüler tauchten in die Welt der Gedichte und Fabeln ein, aus denen sie vorlasen und eine Audio-Datei erstellten.
Im Schuljahr 2021/2022 wurden bei uns 1.080 Schülerinnen und Schüler in 30 Klassen und in Oberstufenkursen unterrichtet. Davon waren 626 Jungen und 454 Mädchen. In Q11 wurden 138 Schülerinnen und Schüler (in 76 Kursen, 11 W-Seminaren und 11 P-Seminaren), in Q12 139 Schülerinnen und Schüler (in 67 Kursen in 11 W-Seminaren und 9 P-Seminaren) unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 haben wir zwei Ganztagesklassen, in den Jahrgangsstufen 7 und 8 je eine Ganztagesklasse eingerichtet. 20 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife besuchten die Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 10.
Studienseminar
Das neue Seminar 2021/2023, bestand aus 22 Damen und Herren Studienreferendaren, und trat am 15.09.2021 seine Ausbildung an.
Schulentwicklung / Evaluationen
Im Schuljahr 2021/2022 haben Schüler, Eltern und Lehrerkollegium nach der Externen Evaluation und dem Abschluss der Handlungsvereinbarungen das von uns seit Jahren homogen weiterentwickelte Schulqualitätsprogramm gemäß den neuen, sich oft wandelnden Rahmenbedingungen weiter umgesetzt. Die selbst gesetzten Handlungsvereinbarungen und Schwerpunkte, die vor allem den Schüler, seine Förderung, seine Eigenaktivierung, eine gezielte differenzierte Rückmeldung und die weitere Qualitätsentwicklung im Unterricht in den Mittelpunkt stellen, prägen die Weiterentwicklung des Unterrichts.
Über die Planungen zur Digitalisierung des Präsenzunterrichts wurde berichtet. Die aufgrund der Pandemie verschobene Mensaevaluation und die Interne Evaluation sollen im Kalenderjahr 2023 erfolgen.
Fortbildungen
Das Lehrerkollegium ist außerordentlich daran interessiert, sein fachlich-pädagogisch-erzieherisches Handeln weiterzuentwickeln. Am für die Schülerinnen und Schüler gesetzlich geschützten unterrichtsfreien Feiertag „Buß- und Bettag“ (Mi 17.11.2021) führte das Lehrerkollegium wieder in Präsenz den Pädagogischen Tag zum Thema „Digital gestütztes Lernen und Lehren im Präsenzunterricht“ in der Schule durch. Zur kollegialen Weiterbildung wurden Kurzvorträge mit angewandten „best practice“ Beispielen aus dem Unterricht gehalten, bevor in fachbezogenen Kleingruppen u. a. auch Konzepte zur Einbindung von Tablets, die klassenweise in ausgewählten Klassen der Jahrgangsstufen 6 bis 10 eingesetzt werden sollen, erarbeitet wurden. Ein weiteres Thema war die Einführung und Umsetzung des Medien-führerscheins der Bayerischen Staatsregierung, der Themen wie Medienethik und Mediennutzung in den Jahrgangsstufen 6 bis 9 zur Medienerziehung vermitteln soll.
Tabletklassen
Die Schulleitung hat bei der Landeshauptstadt eine erhebliche Anzahl an Tablets angefordert und erhalten, die nun in Klassensätzen im halbjährlichen Wechsel an ausgewählte Klassen der Jahrgangstufe 7 bis 10 ausgegeben werden. Es soll das Lehren und Lernen mit Tablets im Präsenzunterricht erprobt werden. Es gilt die fachliche didaktische Integration zu unterstützen und neue Lehr- und Lernkonzepte des kooperativen und kommunikativen Arbeitens zu erproben und weiterzuentwickeln. Auch die Binnendifferenzierung, das selbstgesteuerte Üben und die differenzierte Rückmeldung sollen digital unterstützt werden. Darüber hinaus hat die Schule Tablets im Klassensatz, die von den Lehrkräften punktuell und stundenweise oder projektbezogen eingesetzt werden.
Wissenschaftsnachmittag der Oberstufe
Am 25.01.2022 fand aufgrund der pandemischen Situation zwar kein Wissenschaftsabend mit Besuchsmöglichkeit externer Gäste, aber ein Wissenschaftsnachmittag der P- und W-Seminare der Q12 immerhin in Präsenz statt. Die Präsentationen der Ergebnisse mehrmonatiger Arbeit des Nachdenkens, Planens und Umsetzens der gestellten Aufgabe ermöglichten es auf gelungene Weise, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 beeindruckende Ergebnisse der wissenschafts-propädeutischen Arbeiten vorzustellen und sie zu eigenem ideenreichen Arbeiten in den kommenden Jahrgangsstufen zu motivieren.
Wochenplanarbeit (,Wopl“)
Ziel der Wochenplanarbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern Übungsmaterial zur Verfügung zu stellen, um sie durch individuelles und selbständiges Üben und Anwenden der im Unterricht vermittelten Inhalte zu fördern. Die Lehrkrafte unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler, indem Fragen aufgegriffen und Aufgaben verbessert werden. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten zum Wochenbeginn von der Klassleitung Übungsaufgaben für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Innerhalb einer Woche sollen die Kinder dann diese Aufgaben in Arbeitsstunden bzw. auch in Stunden des Ersatzunterrichts erledigen und verbessern.
Im Schuljahr 2022/2023 wurden bei uns 1.082 Schülerinnen und Schüler in 31 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet.
Davon sind 615 Jungen und 467 Mädchen. In Q11 werden 110 Schülerinnen und Schüler (in 65 Kursen, 9 W-Seminaren und 10 P-Seminaren), in Q12 130 Schülerinnen und Schüler (in 68 Kursen, 11 W-Seminaren und 11 P-Seminaren) unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 haben wir je zwei Ganztagesklassen eingerichtet. 15 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife besuchten die Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 10.
StD Markus Schmidtner (M/Ph) trat als Mitarbeiter in das erweiterte Direktorat angesichts der erfreulichen Entwicklung der Schule.
Die ehemalige Schulleiterin des Asam-Gymnasiums (2000-2007), OStDin a.D. Elke Trettenbach, ist im April verstorben. Die Schulfamilie gedachte der ehemaligen Kollegin, die sich u.a. um den Aufbau des Ganztageszweigs und die Etablierung der G8-Modellschule sehr verdient gemacht hat.
Eine interne Evaluation zur Schulmensa wurde zum Ende des Schuljahres durchgeführt. Ziel war eine weitere Verbesserung des Angebots, insbesondere auch im Ganztagesbereich. Dazu dienen auch regelmaßig stattfindende Konferenzen der Fachschaftsleitungen, die Kooperationssitzungen, Konferenzen der Klassleitungen und auch die regelmäßigen Kooperationsgespräche zwischen Mensapächter und Schule.
Die Implementierung von „DigCompEduBavaria“ – gemeint ist die funktionale Digitalisierung von Ausbildung und Unterricht im Studienseminar – ist nicht nur für die Fachseminare eine zeitliche Herausforderung. Da das Studienseminar, auch aufgrund der sehr guten technischen Ausstattung, nicht erst seit der Pandemie das Referendariat digital gestaltet, geht es hier in hohem Maße um pädagogisch-didaktische Konzepte der Vermittlung für einen funktionalen Einsatz bei der Unterrichtsplanung und -umsetzung. Als Einsatzschule für zahlreiche Studienreferendare anderer Seminarschulen ist das Asam-Gymnasium auch in diesem Bereich der Lehrerbildung in der Verpflichtung.
Preis des Bayerischen Clubs 2022
Unser ehemaliger Schüler (Abitur 2022) Johannes Wismeth hat mit seiner W-Seminararbeit „Die jüdische Gemeinde in Sulzbach und ihre hebräische Druckerei“ einen Preis des Bayerischen Clubs gewonnen.
Die Preisverleihung erfolgte am 28.10.2022 im Landtag in Anwesenheit der Landtagspräsidentin, des Kultusministers und des Schulleiters. Es ist die zweite Seminararbeit am Asam, die diese bedeutende Auszeichnung erhielt.
Bauliche Modernisierungen und die Raumerweiterung
Nachdem wir eine sehr aufwändige und auch nervenaufreibende Phase der sogenannten Bauplanungsmängelbeseitigung und Bauaus-führungsmängelbeseitigung von EASG im vergangenen Schuljahr weiterführen mussten, wurden angesichts des notwendigen Rückbaus der alten Asam-Mensa, Sicherheitsauflagen und der Erweiterung des Direktorats eine Raummodernisierung, Raumumwidmung und Neuordnung erforderlich. In nur sechs Wochen über die Sommerferien wurden mit aufwändigen (auch Wände stürzenden) Maßnahmen das Büro der Stundenplaner, ein Mitarbeiterbüro, ein Konferenzraum und ein neues Lehrerzimmer mit Teeküche, Kopierraum, Garderobe und Vorratsraum geschaffen bzw. erweitert oder umfunktioniert. Nur aufgrund einer exzellenten Vorplanung durch unsere Hausregie konnte die komplexe Umwidmung technisch (Lüftung, Licht, Heizung, Sanitär, IT) und baulich (Wände, Böden, Akustik) in einem wahren zeitlichen „Husarenritt“ umgesetzt werden.
Im Laufe des Schuljahres nahmen auch die neuen Außenanlagen des Asam immer weiter Gestalt an. Die Südpause wurde neu eingesät und beeindruckt nun mit dichtem Grün. Mit der Pause West wurde ein weiterer großzügiger Pausenbereich mit Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Tischtennis und Fußballkicker fertiggestellt. Zusätzlich wurden dort noch weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen sowie Bäume und ein weiterer Platanenhain gepflanzt, die im Sommer Schatten spenden.
Baumforscher der Technischen Universität München
Die im Pausenhof Nordost und Nordwest gepflanzten, geschnittenen Kopfplatanen sind eine Rarität, die in München nur selten anzutreffen ist. Das hat sich bis zu den Wissenschaftlern der Technischen Universität herumgesprochen. Diese werden im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Studien den Baumbestand aufwändig vermessen, kartieren und beim Wachstum begleiten. Auch das kann als ein Zeichen der Wertschätzung gewertet werden für unsere aufwändig geplanten baulichen Erweiterungsmaßnahmen.
ASAM-„Winterball“
Nach langer Pause aufgrund der Corona-Pandemie fand von und für Schülerinnen und Schüler in Verantwortung des AK Feste, des AK Technik und der Verbindungslehrkräfte wieder der traditionelle Winterball des Asam-Gymnasiums statt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12 waren begeistert, als sie in feinen Abendkleidern und Anzügen einen wunderschönen Abend mit Tanz, toller Musik und beeindruckender Lightshow in unserer Aula verbrachten. Gutes Catering und stilvolle Tänze führten zu guter Stimmung und einem niveau- und stilvollen, unvergessenen Tanzabend.
P-Seminar „Alpentriathlon“
„Das Seminar verbrachte Ende September ein sonniges, verlängertes Wochenende auf einem Bauernhof am österreichischen Thiersee. Ziel der Exkursion war die Durchführung von schülergeplanten Mountainbiketouren mit den schuleigenen Rädern sowie alpine Wanderungen. Zusätzlich übernahmen wir in Eigenverantwortung den Einkauf und die Zubereitung aller Mahlzeiten, z. B. Kaiserschmarrn oder Käsespätzle. Bereits die Anreise von Kiefersfelden aus war eine lange anspruchsvolle Tour mit zusätzlichem zweieinhalbstündigem Rundwanderweg durch die Gießenbachklamm. Es standen größere Touren auf dem Plan, z. B. mit dem Rad auf den Gipfel des Pendlings (1.563hm). Belohnt wurde die Anstrengung mit einem Gröstl und einem Skiwasser auf der Alm. Technisch Versierte nahmen für die Abfahrt anstelle des Forstweges ausgeschilderte Trails.
Süddeutsches Turnier im „Rope Skipping“
Am 14.03.2023 fand in der Turnhalle des Gymnasiums ein Ropeskipping-Turnier statt. Zwei Teams motivierter Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 und 6, die „Ropebunnies“ und die „Kangaropes“, nahmen daran teil. Besonders herausragend war die Leistung der „Kangaropes“, die in ihrer Wettkampfklasse einen hervorragenden
2. Platz belegten. Auch die „Ropebunnies“ zeigten eine bemerkenswerte Performance und belegten den 6. Platz.
Kraftraum des ASG
Im neuen Kraftraum in der Turnhalle des Asam-Gymnasiums haben Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte seit diesem Schuljahr die Möglichkeit, ihre körperliche Fitness zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler eines P-Seminars unterstützen dabei mit Übungen und individuellen Trainingsplänen. Sie stehen als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung, um die Ausführung der Übungen zu begleiten und die richtige Technik zu gewährleisten. Für die Nutzung des Kraftraums sind interne Schulungen erforderlich, an denen bereits viele Lehrkräfte und Schüler teilgenommen haben.
Podiumsdiskussion
Am 17.03.2023 fand in der Aula erstmals nach der Pandemie wieder unsere traditionelle Frühjahrspodiumsdiskussion, diesmal zum Thema „Außenpolitik zwischen Partnerschaft und Abhängigkeit“, statt. Nach einer einführenden Begrüßung des Schulleiters hielt Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, einen exzellenten Impulsvortrag. Wieder war es gelungen, bedeutende Gäste für unsere traditionelle Veranstaltung zu gewinnen. Auf dem Podium saßen neben Prof. Dr. Münch Dr. Franke, CEO der Münchner Sicherheitskonferenz, Dr. Dorn, persönlicher Referent des Präsidenten des Münchner ifo-Instituts, Herr Rimpel, Ressortchef Politik des Münchner Merkur und Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10.
Gedenktage an die Weiße Rose
Anlässlich des 80. Jahrestags des Prozesses und der Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl sowie von Christoph Probst, Mitglieder der Widerstandsgruppe die „Weiße Rose“ fand am 28. Februar 2023 ein schulischer Gedenktag statt. Die Jahrgangsstufe 10 hatte eine Ausstellung erarbeitet, die mit Lauffragebögen von den Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe besichtigt und erschlossen wurde. Anschließend fertigten die Klassen aus Papiermusterbögen „Weiße Rosen“ mit grünem Stiel, auf den sie ihre persönlichen Gedanken zum mutigen Widerstand der Gruppe notierten. Die Klassen der Jahrgangsstufe 10 unternahmen Unterrichtsgänge zum Hinrichtungsort JVA Stadelheim, zu den Gräbern der Widerstandsgruppe am Perlacher Forst, zum Justizgebäude, in dem sich der Gerichtssaal befindet, der Denkstätte in der Münchner Universität und dem Lichthof, in dem Flugblätter der Weißen Rose von der Balustrade flogen und die Geschwister Scholl festgenommen wurden.
Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Abba Naor
Am 13.02.2023 besuchte der Holocaust-Überlebende Abba Naor die Schule für ein Zeitzeugengespräch mit den Klassen der Jahrgangsstufe 9 und dem Studienseminar.
In seinem zweistündigen Vortrag berichtete der 94jährige von seiner Jugend im Getto in Kaunas und den nationalsozialistischen Konzentrationslagern in Stutthof und Kaufering, vom sogenannten Dachauer Todesmarsch und seiner Befreiung durch amerikanische Truppen. Anschließend beantwortete er die vielfältigen Fragen seiner Zuhörerinnen und Zuhörer – die meisten in dem Alter, in dem er selbst damals war, als er im NS-Terrorregime jahrelange Zwangsarbeit leisten musste.
Weihnachtskonzert
Bei dem erstmals seit drei Jahren wieder durchgeführten Konzert erfreuten unsere Chöre, Ensembles, die Asam-Brassband sowie die Jazzband viele hundert Zuhörerinnen und Zuhörer.
Im Schuljahr 2023/2024 wurden bei uns 1.138 Schülerinnen und Schüler in 35 Klassen und in Oberstufenklassen unterrichtet. Davon waren 643 Jungen und 495 Mädchen. In der Q11 waren 65 Schülerinnen und Schüler (in 43 Kursen, 6 W-Seminaren und 6 P-Seminaren), in der Q12 104 Schülerinnen und Schüler (in 59 Kursen, 9 W-Seminaren und 10 P-Seminaren). In der Jahrgangsstufe 5 hatten wir eine und in den Jahrgangsstufen 6 und 7 je zwei gebundene Ganztagesklassen eingerichtet. Zudem konnte die Schulfamilie 27 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife in der Einführungsklasse (neu in der Jahrgangsstufe 11) begrüßen.
Das neue Seminar 2023/2025, bestehend aus 21 Damen und Herren Studienreferendaren, trat am 13.09.2023 seine Ausbildung an. Das Studienseminar des Asam-Gymnasiums wurde als eines von wenigen Seminaren in Bayern mit der anspruchsvollen Aufgabe der Nachqualifizierung von Akademikerinnen und Akademikern für die Fächer Chemie und Ethik („Quereinsteiger“-Programm zur Gewinnung von Lehrkräften) beauftragt. Wir freuen uns, dass wir Diplom-Biologinnen und Diplom-Biologen und Germanistinnen und Germanisten nun für den Lehrerberuf am Gymnasium qualifizieren dürfen.
Am 29.02.2024 besuchte der Herr Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in München mit einem Mitarbeiter das Asam-Gymnasium. Er sprach mit allen Vertreterinnen und Vertretern der Schulgemeinschaft, dem ÖPR, der SMV und dem Elternbeirat, sowie mit Vertreterinnen und Vertretern des Studienseminars, der Steuergruppe, der Verwaltung und der Schulleitung. Er konnte anschließend von den überzeugenden Leistungen und dem Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft berichten.
Wissenschaftswoche in Jahrgangsstufe 11 (G9)
In diesem Schuljahr wurde zum ersten Mal die Wissenschaftswoche für die Jahrgangsstufe 11 durchgeführt. Unter dem übergeordneten Thema „Zeit“ beschäftigten sich vom 05.02.2024 bis zum 09.02.2024 unsere Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Fragestellungen aus den Modulen „Naturwissenschaften“, „Sprachen / Bildende Kunst“, „Politik / Gesellschaft und Geisteswissenschaften“. Nach einem einführenden Vortrag forschten die Schülerinnen und Schüler in der Wissenschaftswoche intensiv in Kleingruppen zu einer von ihnen gewählten Fragestellung.
Am letzten Tag der Woche fanden vor Publikum auch der nächsttieferen Jahrgangsstufen Abschlusspräsentationen statt. Die Ergebnisse waren sehr beachtlich und für die Schülerinnen und Schüler der kommenden Jahre äußerst motivierend.
Bauliche Modernisierungen und die Raumerweiterung
Auch im Schuljahr 2023/2024 wurde an vielen Stellen im Asam-Gymnasium gebaut und modernisiert. Im Rahmen von EASG standen zum Leidwesen der Hausregie, Immobilienverwaltung und des Schulleiters immer noch die Behebung zahlreicher Bauplanungs- und Bauausführungsmängel an. Nicht immer war die Einsicht und Unterstützung der Schule durch den verantwortlichen Sachaufwandsträger erkennbar. Auch sicherheitsrelevante Fragen, die eine rasche und konsequente Lösung benötigen, wurden von Schulleitung, Gremien und dem Schulelternbeirat an den Stadtschulrat herangetragen. Hier gab es nur sehr schwache oder überhaupt keine Reaktionen.
Daher wandten sich Elternbeirat, SMV und der Schulleiter an die Medien. Der Münchner Merkur berichtete am 11.12.2023 unter der Überschrift „Pfusch am Bau“. Für ein paar Wochen war in der Folge eine gewisse Aktivität der Stadt erkennbar, die allerdings nicht lange anhielt. Konkrete Termine für die jetzt schon nötige Komplettsanierung des Tartanbodens des Hallentops sowie die dringend nötige Errichtung von Ballfangzäunen stehen aus. Das Hallentop kann seit anderthalb Jahren wohl für den Pausenaufenthalt, nicht aber für einen bewegungsintensiven Sportunterricht genutzt werden.
Im Bestandsbau wurden in beiden Treppenhäusern die Geländer auf heutige Sicherheitsstandards ertüchtigt. Das Ergebnis lässt sich sehen, da es behutsam und sehr gelungen Gestaltung und Sicherheitserfordernisse verbindet.
Wegen der nach wie vor wachsenden Schülerzahlen wurde der alte Werkraum im Untergeschoss des Bestandsgebäudes komplett saniert. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit der Ertüchtigung von Räumen, gelang es, einen unansehnlichen Zweckraum in einen freundlichen, sehr gut beleuchteten neuen Kunstraum zu verwandeln.
Italien
Zum zweiten Mal hieß es für die Italienischklasse der Jahrgangsstufe 10 „Si parte per Livorno!“ Vom 06.03.2024 bis zum 13.03.2024 verbrachten 13 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d eine Woche bei ihren Austauschpartnern des Liceo Statale Francesco Cecioni. Neben einem Einblick in den italienischen Schulalltag standen diverse kulturelle Aktivitäten und kulinarische Spezialitäten auf dem Programm. Knapp einen Monat später waren die italienischen Schülerinnen und Schüler bei uns zu Gast und verbrachten eine hervorragend geplante und ereignisreiche Woche in München. Wir freuen uns, dass der Austausch ein fester Bestandteil unseres Auslandsprogramms geworden ist.
Politische Frühjahrsdiskussion
Am 10.04.2024 fand in der Aula wieder unsere politische Frühjahrs-Podiumsdiskussion zum Thema „Brandmauern, Dammbrüche, bröckelndes Fundament – wie schützen wir unsere Demokratie?“ statt.
Nach einer Begrüßung und knappen Einführung in das Wesen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands durch den Schulleiter OStD Peter Heinz Rothmann, hielt Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, einen Impulsvortrag, in dem sie die schwierige politische Situation und demokratiegefährdende Einflüsse beeindruckend klar benannte. In der anschließenden Diskussionsrunde, an der neben Direktorin Prof. Dr. Münch, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 und auch Staatsministerin a. D. Melanie Humi (MdL), Prof. Dr. Carsten Reine-mann (Leiter des Instituts für Kommunikationswissenschaften und Medienforschung an der LMU München) und Micky Wenngatz (Stadträtin LHM, Vorsitzende des Vereins „München ist bunt!“ e. V.) teilnahmen, wurde die ganze Bandbreite demokratiegefährdender Aspekte beleuchtet. Die Diskussion wurde niveauvoll, engagiert und kritisch und dabei wohltuend faktenreich und sachlich geführt. Auch Aspekte aus den Bereichen Europawahl, Veränderung der Parteienlandschaft und die Folgen für die Demokratie, Veränderungen der Gesellschaft in Hinblick auf Debattenkultur und gemeinsame Wertebasis, Strategien im Umgang mit Populismus, Social Media und Demokratie, Bedeutung von Demonstrationen und Möglichkeiten individuellen Engagements wurden angesprochen. Beachtenswert waren die reflektierten Beiträge und auch kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler, die ihre intensive Beschäftigung mit der Thematik eindrucksvoll unter Beweis stellten.
85. Jahrestag der Reichspogromnacht
Am 09.11.2023 gedachten anlässlich des 85. Jahrestages der Reichspogromnacht die Bezirksausschüsse 17 und 18 in Zusammenarbeit mit J.E.W.S. Engaged with Society e. V. und dem Asam-Gymnasium verfolgter Jüdinnen und Juden. Unsere Schülerinnen und Schüler gestalteten den Abend mit der Lesung eindrücklicher Texte. Der Schulleiter sprach die Verabschiedungsworte.
Konzerte
Bei unserem erstmals an zwei Abenden und in der Aula durchgeführten Konzert mit leicht unterschiedlichem Programm erfreuten unsere Chöre, Ensembles und die Asam Brassband viele hundert Zuhörerinnen und Zuhörer. Ebenfalls an zwei Abenden fanden beschwingte Asam-Frühlingskonzerte statt, u. a. mit dem Kammermusikensemble, den Chören, der Jazzband, der Bläserklasse und ASAM-Brass. Starke Ensembleleistungen und sehr schöne solistische Auftritte mit zum Teil ganz neuen Talenten beeindruckten an beiden Abenden sehr vielen Zuhörerinnen und Zuhörer.
Ergebnis der Einschreibung 2024/2025
Mit den etwa 180 neu aufgenommenen Schülerinnen und Schülern für die Jahrgangsstufe 5 des Schuljahres 2024/2025 sowie den letzten, neu in das so genannte Auffangnetz Q12 mit Abitur 2025 zu uns kommenden Schülerinnen und Schülern und den Schülerinnen und Schülern der neuen Einführungsklasse (Jahrgangsstufe 11) werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich ca. 250 neue Schülerinnen und Schüler das Asam-Gymnasium besuchen.
Im kommenden Schuljahr wird der offene Ganztag wegen des Auslaufens des gebundenen Ganztages verstärkt. Nach 16 erfolgreichen Jahren des gebundenen Ganztags ging zuletzt die Nachfrage deutlich zurück, auch weil sich die Erziehungsberechtigen mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Nachmittage wünschen.
Im Rahmen der Regelklassen konnten wir erfreulicherweise wieder eine Bläserklasse einrichten.
Im Schuljahr 2024/2025 wurden bei uns 1.214 Schülerinnen und Schüler in 36 Klassen und in den Oberstufenkursen unterrichtet. Davon waren 681 Jungen und 533 Mädchen. In Q12 (AN G8) wurden 91 Schülerinnen und Schüler (in 54 Kursen, 6 W-Seminaren und 6 P-Seminaren), in Q12 (G9) 96 Schülerinnen und Schüler (in 56 Kursen, 8 W-Seminaren und 7 Leistungsfächern) unterrichtet. Auch in diesem Schuljahr durften wir wieder 28 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife in der Einführungsklasse nun in der Jahrgangsstufe 11 begrüßen.
P-Seminar-Preis G8 2025
Am 02.04.2025 fand die Verleihung des P-Seminar-Preises am Asam-Gymnasium statt. Der Wettbewerb wird jährlich durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft ausgeschrieben, wobei besonders gelungene Projekte zur Studien- und Berufsorientierung an Bayerischen Gymnasien honoriert werden. Hierbei hat unser P-Seminar mit dem Leitfach Chemie und dem Thema Die Herstellungsprozesse alkoholischer und alkoholfreier Fermentationsgetränke auf Malzbasis unter der Teilchenlupe“ unter der Leitung von StRin Hupel den ersten Preis in München erhalten.
Betriebspraktikum
Im Rahmen des Faches „Modul für berufliche Orientierung“ (MbO) findet für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein Betriebspraktikum statt. Es gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, erste Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen. Dabei können sie ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken und überprüfen, welche Berufe und Arbeitsbereiche ihnen liegen.
Sozialpraktikum
Das in der Jahrgangsstufe 10 durchgeführte Sozialpraktikum ist eine weitere wichtige Erfahrung zur persönlichen Entwicklung und Reifung.
Berufsorientierungstag
Im Rahmen des Aufbaumoduls Berufliche Orientierung (ABO)“ fand am 27.03.2025 für die Schülerinnen und Schüler der Q12 G9 ein Berufsinformationstag am Asam-Gymnasium statt. Zunächst arbeiteten sie in einem Workshop, im Anschluss besuchten sie den Markt der Möglichkeiten. Hierbei traten die Schülerinnen und Schüler in einen regen Austausch mit zahlreichen Unternehmen, Hochschulen und Universitäten.
Stipendientag
Für die Q12 G9 fand im Rahmen des „Aufbaumoduls Berufliche Orientierung (ABO)“ am 08.04.2025 ein Stipendientag statt. In Gesprächen mit den 11 teilnehmenden Partnern, darunter u. a. das Cusanuswerk, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die Universität der Bundeswehr sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung, konnten sich die Schülerinnen und Schüler u. a. über die Arten von Stipendien, die Voraussetzungen für die Bewerbungen um ein Stipendium und die vorhandenen Fördermöglichkeiten informieren.
Fremdsprachen und Auslandskontakte
Frankreich
Der Austausch mit Frankreich fördert und vertieft nicht nur die Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler, sondern gibt ihnen auch die Gelegenheit, durch ein vielfältiges Besichtigungs- und Kulturprogramm unser Nachbarland und dessen Lebensart kennenzulernen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 besuchten Austauschpartner unsere französische Partnerschule Cité Scolaire Saint-Exupéry in Lyon.
Ebenfalls auf Frankreichaustausch in Aurillac waren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8. Beide Partnerschulen waren auch am Asam-Gymnasium zu Gast und konnten durch ein umfangreiches Programm München und das bayerische Alpenvorland erkunden.
Italien
Zum ersten Mal hieß es für die Italienischschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 10 „Si parte per Milano!“ Vom 01.04.2025 bis zum 08.04.2025 verbrachten 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b eine Woche bei ihren Austauschpartnern des Liceo Linguistico Primo Levi. Neben einem Einblick in den italienischen Schulalltag standen interessante kulturelle Aktivitäten und das Kennenlernen auf dem Programm.
FAZ Jugend schreibt
Für seine drei herausragenden Reportagen über den Cowboyclub in Thalkirchen, einen Laden für historische Lederhosen in der Borstei und die Fußballinitiative „buntkicktgut“ hat unser Schüler Magnus Metzler (Q12 AN) einen der drei Einzelpreise der FAZIT-Stiftung verliehen bekommen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und seine Verleihung im FAZ-Tower in Frankfurt war mit einem umfangreichen Begleitprogramm verbunden: Nach den Laudationes von Ulrich Wilhelm (Vorsitzender der FAZIT-Stiftung) und Gerald Braunberger (Mitherausgeber der FAZ), die die sprachliche Souveränität und Versiertheit von Magnus Reportagen und seine thematische Vielfalt herausstellten, waren die Preisträger zu einem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsredaktion der renommierten Zeitung eingeladen.
Europatage
Die Europatage am Asam-Gymnasium vom 10.03.2025 bis zum 18.03.2025 endeten mit einem Besuch des bayerischen Staatsministers für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger, MdL. Der Minister betonte die Bedeutung des europäischen Gedankens und beantwortete Fragen der Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen europäischen Themen. Dr. Bux, Leiter des regionalen Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments, war ebenfalls anwesend.
Gemeinsam mit dem Verbindungsbüro wurde eine Ausstellung zum Thema „Demokratie gemeinsam leben“ organisiert. Das vielfältige Programm umfasste u. a. die Präsentation von Kunstprojekten der Jahrgangsstufe 6 zum Thema „Architektur in einem zukünftigen Europa“, die Erstellung von Länderporträts auf einer neuen Europa-Umrisskarte, die Formulierung von „Wünschen an Europa“ an einem Wunschbaum und die Präsentation von Erklärvideos zu EU-Institutionen der Q12 G9.
Sehr überzeugend waren auch unsere Beiträge für die Teilnahme am Europäischen Wettbewerb (Umwelt, KI, Krieg & Konfikte) in den Formaten Poetry Slam, Comics, Lieder und Eigenkompositionen (Fachschaft Französisch). Angesichts der beeindruckenden Zahl von 4.000 eingereichten Beiträgen ist dies eine herausragende Leistung unserer Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte.
Unsere Mensa führte eine „Europäische kulinarische Woche“ (u.a. Spanien, Schweden, Italien, Frankreich, Deutschland, Bayern) durch. Das Asam-Gymnasium will die Chancen unseres Kontinents nutzen und gemeinsam für Frieden und Freiheit einstehen. Europa hat nicht nur eine wertvolle kulturelle Vergangenheit, unser Kontinent hat nach wie vor ein sehr großes wirtschaftliches, wissenschaftliches und werteorientiertes Potential, das wir kraftvoll und lebendig weiterentwickeln müssen.
Am 22.05.2025 fand für die Jahrgangsstufe 11 die jährliche Frühjahrsdiskussion des Fachs Politik und Gesellschaft statt. Das Thema der Veranstaltung lautete „Soziale Medien – Hort der Meinungsfreiheit oder Gefahr für unsere Demokratie?“ Als Gäste diskutierten mit unseren Schülerinnen und Schülern der Staatsanwalt David Beck als Gruppenleiter und Hate-Speech-Beauftragter der bayerischen Justiz sowie Jutta Schirmacher und Maria Monninger von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Dabei brachten die Klassenvertreterinnen und -vertreter sowie die Schülerinnen und Schüler aus dem Plenum sowohl die Fragen ihrer Klassen als auch eigene Fragen, Meinungen und Erfahrungen in die Diskussion ein. Insbesondere der Umgang mit Hassrede, Falschinformation und verfassungsgefährdenden Inhalten wurde diskutiert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Workshop „Rechtsextremismus – Gefahr für die Demokratie“ Am Mittwoch, dem 04.12.2024, und Donnerstag, dem 05.12.2024, fand in Kooperation mit der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) ein jeweils dreistündiger Workshop zum Thema „Rechtsextremismus – Gefahr für die Demokratie“ für alle Klassen der Jahrgangsstufe 10 statt. In dem Workshop wurden Mechanismen von Radikalisierungsprozessen aufgezeigt. Dazu gehörte auch die Auseinandersetzung mit Zeichen, Symbolen, Kleidung sowie Musik, die mit rechtsextremistischen Einstellungen in Verbindung gebracht werden. Ziel des Workshops war es u. a. extremistische Denk- und Argumentationsmuster zu erkennen und die Argumentationsfähigkeit zu fördern.
Georg-Elser-Tage
An den Tagen um den 8. November erinnerte das Asam-Gymnasium an Georg Elser, der vor 85 Jahren am 08.11.1939 im Münchener Bürgerbräukeller (heute Gasteig) einen Sprengstoffanschlag auf Adolf Hitler verübte, um den Krieg zu beenden und weiteres Blutvergießen zu verhindern. Das Attentat misslang, weil Hitler außerplanmäßig nur 13 Minuten zuvor den Saal vorzeitig verlassen hatte. Zur Erinnerung an den Widerstand Georg Elsers besuchten zwei Klassen der Jahrgangsstufe 11 die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau, wo Georg Elser nach dem Attentatsversuch inhaftiert war und später kurz vor Kriegsende hingerichtet wurde. Dort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer thematischen Führung teil. Zwei weitere elfte Klassen erhielten von Mitarbeitern des NS-Dokumentationszentrums eine thematische Stadtführung durch München. Orte, die mit Georg Elser in Verbindung gebracht werden können, wurden besucht. In der Aula der Schule war eine Ausstellung für alle Jahrgangsstufen zu Georg Elser zu sehen. Die Jahrgangsstufen 9 und 10 nahmen an der Schulfilmveranstaltung „Elser – Er hätte die Welt verändert“ teil.
80. Jahrestag Ende des Zweiten Weltkriegs
Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der Zweite Weltkrieg in Europa. Zum 80. Jahrestag dieses Ereignisses im Jahr 2025 erinnerte der Schulleiter an Hintergründe und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der Geschichtskurs 1G1 erarbeitete einen mediengestützten „Denk-Raum“ zum Kriegsende, das zunächst als Untergang und Zerstörung, erst Jahre später als Neuanfang und Hoffnungsschimmer und schließlich erst 1985 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker als „Tag der Befreiung“ vom Joch des Nationalsozialismus erfahren wurde. Der Geschichtskurs versuchte, diese gleichzeitigen Perspektiven auf den 8. Mai 1945 in dem „Denk-Raum“, in welchem Bilder und Zeitzeugenberichte in multimedialen Endlosschleifen umeinanderkreisten, erfahrbar zu machen.
Ergebnis der Einschreibung 2025/2026
Mit den 158 neu aufgenommenen Schülerinnen und Schülern für die Jahrgangsstufe 5 des Schuljahres 2025/2026 und den Schülerinnen und Schülern der neuen Einführungsklasse (Jahrgangsstufe 11) werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich ca. 188 neue Schülerinnen und Schüler das Asam-Gymnasium besuchen.
Im Rahmen der Regelklassen haben wir erfreulicherweise zwei Bläserklassen eingerichtet.
Im Schuljahr 2025/2026 werden bei uns 1.214 Schülerinnen und Schüler in 36 Klassen unterrichtet. Davon sind 667 Jungen und 547 Mädchen. In Q12 werden 118 Schülerinnen und Schüler in (in 56 Kursen, 9 W-Seminaren) und in Q13 92 Schülerinnen und Schüler (in 50 Kursen, 8 W-Seminaren) unterrichtet. Der offene Ganztag wird in Jahrgangsstufe 5 und 6 angeboten. Auch in diesem Schuljahr dürfen wir wieder 18 Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife in der Einführungsklasse in der Jahrgangsstufe 11 begrüßen.
Am Pädagogischen Tag setzte sich das Lehrerkollegium mit dem Abitur 2026, dem ersten G9 neu-Abitur auseinander.
Die Behebung zahlreicher Bauplanungs- und Bauausführungsmängel beschäftigte auch im vergangenen Schuljahr Hausregie und Schulleitung gleichermaßen. Wegen des nach über drei Jahren immer noch gesperrten Hallentops hatte sich der Schulleiter wiederholt an die Referate der Landeshaupt-stadt gewandt, als nichts voranging an den damaligen Oberbürgermeister Dieter Reiter. Schließlich erkundigten sich auch die Medien nach dem Stand. Sowohl die Merkur-Gruppe als auch München TV und das Bayerische Fernsehen berichteten. Von Stadtschulrat Florian Kraus kam eine knappe, in der Sache leider weder erhellende noch weiterführende Rückmeldung. Die Sportplätze auf dem Hallentop bleiben also weiterhin auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Medienbeiträge finden Sie auf der Schulhomepage unter „Presse“: https://www.asam-gymnasium.de/presse/
Rechtskundeunterricht
Auch in diesem Schuljahr wurde von der Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus und dem Landgericht München ein Wahlfach Rechtskunde eingerichtet. Geleitet wird es von einem Staatsanwalt am Landgericht München I, der alle zwei Wochen Rechtsfragen mit den Schülerinnen und Schülern bespricht und aus seinem Arbeitsalltag berichtet. Auch Exkursionen fanden statt, so besuchte der Kurs eine Sitzung des Zivilgerichts.
Politische Frühjahrsdiskussion
Am 20. April fand für die Jahrgangsstufe 11 die jährliche Frühjahrsdiskussion des Faches Politik und Gesellschaft statt. Zum Thema „Muss Deutschland „kriegstüchtig‘ sein?“ diskutierten Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Politische Debatte“ auf dem Podium mit Dr. Anja Opitz (Dozentin für internationale Politik und Sicherheitspolitik an der Akademie für politische Bildung in Tutzing), Dr. Detlef Bald (Militärhistoriker, Friedensforscher und Publizist), Jamila Schäfer (Mitglied des Bundestags, Bündnis90/Die Grünen) und Thomas Rödl (Sprecher des bayerischen Landesverbands der DFGvK).
Dabei wurden die Bandbreite möglicher Bedrohungen und Herausforderungen für Deutschland deutlich und der Begriff der „Kriegstüchtigkeit“ im Sinne eines differenzierten Verteidigungsbegriffs sowie einer gesellschaftlichen Resilienz konkretisiert.
Holocaust-Gedenktag
Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags und des Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz fand in Kooperation der Fachschaft Geschichte mit dem jüdischen Publizisten Terry Swartzberg und dem Bezirksausschuss 17 am Dienstag, den 27.01.2026, eine Gedenkveranstaltung statt. Unter dem Motto „Faces for the names“ wurden Fotografien jüdischer Opfer aus Giesing an die Außenfassade des Asam-Gymnasiums projiziert und ihrer gedacht. Zuvor fand in der Aula die Gedenkveranstaltung statt. Nach einem Eingangsstatement des Schulleiters OStD Peter Rothmann zu der Frage, in welchen Formen man heute noch gedenken könne und welche Relevanz dabei Demokratieerziehung für ein immer wieder apostrophiertes „Nie wieder!” habe, gab es eine Lesung von Schülerinnen des Leistungsfaches Geschichte aus Quellen über die Schicksale von Menschen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Dem schloss sich der Vortrag des Stadtteilhistorikers Dr. Herbert Dandl zum Thema „Jüdisches Leben und Leiden”. Die Feier wurde umrahmt vom Bläserensemble des Asam-Gymnasiums.
Mit der alljährlichen Weihnachtskarte dankte die Schulleitung im Namen der Schulgemeinschaft allen Freundinnen und Freunden sowie Gönnern des Asam-Gymnasiums für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Ebenfalls jährlich werden beeindruckende künstlerische Arbeiten von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen ausgewählt und im Asam-Jahreskunstkalender zu einer vielseitigen Präsentation der Kunstwerkstätten unseres Gymnasiums zusammengestellt. Die Werke werden zusammen mit der Weihnachtskarte an Freundinnen und Freunde sowie an unsere zahlreichen externen Partner versendet. Darüber hinaus erscheinen sie als „Bilder des Monats” regelmäßig auf unseren digitalen Kanälen und begleiten so das gesamte Jahr.
Ergebnis der Einschreibung 2026/2027
Mit den 182 neu aufgenommenen Schülerinnen und Schülern für die Regelklassen in der Jahrgangsstufe 5 des Schuljahres 2026/2027 und den Schülerinnen und Schülern der neuen Einführungsklasse (Jahrgangsstufe 11) werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich ca. 202 neue Schülerinnen und Schüler das Asam-Gymnasium besuchen. Im Rahmen der Regelklassen haben wir eine Bläserklasse eingerichtet.
Schulleiter des Asam-Gymnasiums
12/1945 – 05/1950 OStD Dr. Weber
12/1950 – 01/1953 OStD Brückl
02/1953 – 07/1968 OStD Dr. Schenk
08/1968 – 07/1974 OStD Dr. Mall
08/1974 – 07/1994 OStD Dr. Wiesend
08/1994 – 07/2000 OStD Dr. Eßl
08/2000 – 07/2007 OStDin Trettenbach
ab 08/2007 OStD Rothmann
Bekannte Schüler des Asam-Gymnasiums
- Herbert Rosendorfer (-1954), Richter a.D., Schriftsteller, Honorarprofessor
- Leibl Rosenberg (- 1969), Publizist, NS-Raubgutforscher
- Uli Katz (-1978), Professor für Astroteilchenphysik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Reinhard Erich Ingerl (-1979), ehem. „Maximilianeer“ u. Professor für Rechtswissenschaften / LL.M. Harvard
- Michael Sailer (-1982), Autor und Musiker
- Jörg Koopmann (-1983), Fotograf und Fotodesigner
- Christian Springer (-1984), Kabarettist
- Malte von Trotha (-1985), Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur
- Werner L. Maier (-1987), Rechtsanwalt, Präsident der Munich Cowboys
- Corbinian Böhm (-1988), Bildender Künstler
- Anton Hofreiter (- 1990), Politiker
- Julia Simic, (-2007), Fußballspielerin

