Soziales und berufsorientiertes Lernen

Unter Begleitung und Betreuung unserer Schulpsychologin helfen die Streitschlichter (Mediatoren), kleinere Konflikte zu schlichten und tragen so zu einem guten Schulklima bei.

In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium München, den Jugendbeamten und geschulten Lehrerteams werden am Asam-Gymnasium die folgenden Präventionsprojekte durchgeführt:

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 findet ein zweitägiges Medienkompetenztraining statt. Das Projekt „Sei g´scheit“ zur Schulung von Medienkompetenz soll den Jugendlichen in spielerischem Rahmen helfen, sich in der Welt der neuen Medien mit allen Möglichkeiten und Gefahren besser zu behaupten. Die eigene Nutzung von Medien wird reflektiert und kritisch hinterfragt, rechtliche Normen sowie digitale Verhaltensweisen wurden vermittelt und aufgezeigt.

Im Projekt „Zammgrauft“ für die 7. Klassen lernen die Schüler einen gewaltfreien und fairen Umgang miteinander.

„Sauba bleim“ ist ein Sucht- und Drogenpräventionsprogramm für Jugendliche (Jahrgangstufe 9). Die Wissens- und Problemvermittlung wird themenorientiert und interaktiv durch Spiele, Übungen, Diskussionen, Kurzvorträge und Reflexionen umgesetzt. Themenschwerpunkte sind Sucht, Drogenkonsum und Recht sowie Lebenskompetenzen. „Sauba bleim“ will Jugendliche für Sucht und Drogen sensibilisieren und sie dazu bewegen, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Im Biologieunterricht wird Gesundheitsprävention betrieben z.B. durch Information über HIV, Hepatitis, Alkohol und Drogen und andere gesundheitliche Gefährdungen.

Nicht nur im Fach Wirtschafts- und Rechtslehre, sondern fachübergreifend findet bei uns Präventionsarbeit auch im Rahmen der Verbraucherbildung statt. Uns sind dabei Kompetenzen zu den Themen Geld, Internet und Datensicherheit, Online-Käufe, Kostenfallen und informationelle Selbstbestimmung besonders wichtig.

Im Verkehrsunterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf Gefährdungen im Straßenverkehr und auf dem Schulweg hingewiesen sowie über Besonderheiten des „Toten Winkels“ bei LKW-Fahrern oder über das richtige Verhalten als Fahrradfahrer aufgeklärt.

Die Schulverbindungsbeamten der für uns zuständigen PI 23 beraten die Kollegen, die Studienreferendare und die Schulleitung im Hinblick auf die nicht wenigen Gefährdungen unserer Zeit.

Pädagogisches Ziel ist es, in den Schülern die Fähigkeit zu selbständigem und eigenverantwortlichem Lernen zu erwecken und auszubilden.

Der Weg dahin beginnt in der Klasse 5 und wird in den folgenden Jahrgangsstufen fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei die Erarbeitung von Lerntechniken und Konfliktlösungsstrategien bei respektvollem Umgang untereinander. Dabei werden Methoden des Miteinander-Arbeitens und Voneinander-Lernens eingesetzt.


Themen der Unterstufe

„Lernen lernen“, Wie lerne ich effektiv?
Wie bereite ich eine Schulaufgabe vor?
Wie führe ich mein Heft übersichtlich?
Wie gehe ich mit den mir anvertrauten Büchern um?
Wie erledige ich meine Hausaufgaben?
Welche Gesprächsregeln sollen gelten?
Wie gehen wir miteinander um?
Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?
Wie kann ich angemessen Kritik äußern?
Ein Textverständnis-Training
Regeln für Partner- und Gruppenarbeit
Wie soll ich Stoff wiederholen?
Wie gehen wir mit Konflikten und mit Außenseitern um?
Kann ich Konzentration lernen?
Auch Zuhören will gelernt sein
Wie kann ich mit meine Zeit einteilen?

Am Ende des Schuljahres findet für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein 10tägiges Sozialpraktikum in einer selbstgewählten sozialen Einrichtung statt. Die Möglichkeiten sind vielfältig u.a. Tagesheim, Sozialstation, Alten- und Pflegeheim, Kliniken, Integrative Kindertagesstätten, Lebenshilfe Werkstatt oder Bayerische Landesschule für Körperbehinderte. Die Wirtschaft und Recht Lehrkräfte unterstützen die Schüler bei ihrer Suche durch Bewerbertraining auch im Hinblick auf spätere Vorstellungsgespräche und eigene Berufswahl.

Ziel des Projekts ist es, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen in Lebensbereichen zu sammeln, die ihnen noch weitgehend unbekannt sind. Durch den Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen sollen sie erleben, was soziales Engagement bewirken kann. Positive Erfahrungen sollen die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, auch in Zukunft Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Jedes Jahr im Oktober ist der besondere Tag für die neuen Schülerinnen und Schüler des Asam-Gymnasiums gekommen. Alle Teilnehmer an der Gemeinschaftsolympiade ergreift der olympische Geist. Hoch motiviert bewältigen die Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung von Eltern, Geschwistern und Klassenlehrern die sechs Stationen, die in den Sporthallen und auf der Außenanlage verteilt sind. Gefragt ist die Zusammenarbeit aller Mitschüler einer Klasse, um Aufgaben wie Doppelsackhüpfen oder Monsterball-Hochhalten zu bewältigen. An der Eierlaufstation und dem großen Gerätedschungel helfen sich die Schüler und Schülerinnen gegenseitig mit Tipps und Tricks, damit das Gesamtergebnis der Klasse möglichst optimiert werden kann. Dank der einfallsreichen Gestaltung der Stationen durch die Referendare des Sportseminars haben alle Teilnehmer viel Spaß. Vor allem aber kommen sich die Schüler an diesem Nachmittag auf eine ganz neue Art näher als bis dahin in ihren Klassenzimmern.

Jede Klasse erhält abschließend eine Urkunde, die Gemeinschaftsolympiasieger dürfen den heiß ersehnten Wanderpokal mitnehmen und auf dem Siegerfoto posieren.

Rundum ein wertvoller Nachmittag für jede Klassengemeinschaft.

Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und in der heutigen Leistungsgesellschaft wichtiger denn je, denn nur wenn der Körper gesund ist, kann auch der Geist gut arbeiten. Sie zu schützen und zu fördern gehört deshalb auch zu den obersten Bildungs- und Erziehungszielen des bayerischen Gymnasiums. Den Schülern sollen nützliche Alltagskompetenzen vermittelt werden, die Sie dazu befähigen mit ihrem Körper, ihren Mitmenschen und der Umwelt verantwortungsbewusst umzugehen.
Um diese Schlüsselkompetenzen zu fördern, werden am Asam-Gymnasium zahlreiche Maßnahmen und Projekte zum Thema Gesundheitserziehung durchgeführt. Zur Unterstützung der Lehrkräfte und vor allem im Sinne der Prävention werden dafür auch häufig externe Partner eingeladen oder besucht.

1. Gesunde Ernährung

„Du bist, was du isst.“ Diesen Spruch kennt jedes Kind. Doch was heißt das eigentlich? Gesunde und nachhaltige Ernährung ist ein Bereich der Gesundheits- und Umweltbildung. Bereits in der Jahrgangsstufe 5 werden hier im Fach Natur und Technik Grundlagen gelegt, welche in Jahrgangsstufe 10 in Biologie vertieft werden. Die Schüler erhalten einen Überblick über die Nahrungszusammensetzung und den Nährwert verschiedener Lebensmittel und erkennen den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klima am Beispiel des ökologischen Fußabdrucks.

Ergänzend zum Unterricht wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte rund um den Schulgarten und zum Thema gesunde und klimafreundliche Ernährung durchgeführt. Dabei steht die Schule unter anderem im regelmäßigen Kontakt mit dem Verein „Green-City“, der sich u.a. für eine klimafreundliche Ernährung engagiert (Projekt „Klimaküche“).

Darüber hinaus wird nachhaltige und gesunde Ernährung praktisch im Schulalltag integriert. Der Schulgarten dient nicht nur als Lehr- und Lernort, sondern bietet jedes Jahr einigen Schülern die Möglichkeit eigene Kulturpflanzen anzubauen. Neben der Schulung des Verantwortungsbewusstseins erlernen die Schüler dabei auch praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit der Natur. Kräuter und Gemüse aus dem Schulgarten werden zudem im Sinne der Nachhaltigkeit und gesunden Ernährung vom Personal der Schulmensa für die Zubereitung einiger Pausensnacks verwendet. Regionaler und saisonaler könnten diese Zutaten nicht sein!

Ein ständiger Austausch zwischen Mensapersonal, Schulleitung, Elternbeirat und Lehrkräften soll zudem langfristig ein abwechslungsreiches und gesünderes Mensaangebot gewährleisten.

2. Präventionsprojekte zum Thema Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung

  • Jahrgangsstufe 5: Der mehrfach ausgezeichnete Workshop „My fertility matters“ (Mfm) vermittelt den Schülerinnen und Schülern einen sensiblen Umgang mit Gesundheit und Sexualität und informiert bzw. schult sie zu Wichtigem und Persönlichem der Pubertät.

  • Jahrgangsstufe 6: Zur Überprüfung des lückenlosen Impfschutzes werden von den Gesundheitsbehörden die Impfbücher überprüft und Empfehlungen ausgegeben. Ebenfalls findet eine zahnmedizinische Aufklärung statt, die den Schülerinnen und Schülern das rechte Bewusstsein für die Wichtigkeit der Zahn- und Mundhygiene vermitteln soll.

  • Jahrgangsstufe 9: Alle Jugendlichen der neunten Klassen nehmen an dem eintägigen Sucht- und Drogenpräventionsprogramm „sauba bleim“ durch die Jugendbeauftragten der Polizei teil.

  • Jahrgangsstufe 10/11: In Form von Workshops oder wissenschaftlichen Vorträger an der LMU zum Thema AIDS Information und Prävention werden die Schülerinnen und Schüler regelmäßig über HIV-Infektionsrisiken aufgeklärt. Im Präventionsprogramm P.A.R.T.Y. am Klinikum rechts der Isar sollen die Jugendlichen für die Folgen von Verkehrsunfällen und deren langwierigen Heilungsprozess sensibilisiert werden. Als Ursache schwerer Unfälle spielen oft Alkohol und Drogen eine Rolle sowie die Selbstüberschätzung junger Menschen.

In Anlehnung an „Vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (Hrsg.): Studien- und Berufswahl begleiten! Unterrichtseinheiten für das P-Seminar am bayerischen Gymnasium, Berlin 2015“

Organisation und Inhalte

  • Förderung der Selbstverantwortung und Seminarkultur: Teamarbeit stärken, Feedbackkultur etablieren, aktives Zuhören stärken, gegenseitiges Coaching ermöglichen, Widerstände verstehen und Selbstmotivation stärken, Feedbackgespräche zwischen Lehrern und Schülern
  • Informationsveranstaltungen in der Schule und an außerschulischen Lernorten ggf. im Blockunterricht, die von Lehr- und Fachkräften angeboten werden: Veranstaltungen vorbereiten und dokumentieren, Studien- und Berufsmessen besuchen, Unternehmensbesuche aktiv nutzen, Informationsveranstaltungen selbstständig planen
  • Selbsterkundung der Schüler/innen:
    • Zukunftswünsche wahrnehmen, Werte und Lebensziele reflektieren, Interessen erkennen
    • Stärken und Schwächen erkennen, Selbst- und Fremdwahrnehmung abgleichen, Stärken in Hobbys entdecken, Vorbilder unter die Lupe nehmen, Verantwortung übernehmen, Erkenntnisse präsentieren
  • Entdecken der Studien- und Berufswelt
    • Recherche: Bildungswege nach dem Abitur, Studien- und Berufswahlempfehlungen dokumentieren, Studien- und Berufswahltests nutzen, erfolgreiche Internetrecherche, Begriffe der Studienwelt verstehen
    • Interviews: persönliche Kontakte gemeinsam nutzen, Experten/innen interviewen
  • Bewerbungstraining: Bewerbungsprozesse verstehen, Selbstpräsentation entwickeln, Bewerbungsunterlagen erstellen, Bewerbungsgespräche üben, Assessment-Center kennenlernen
  • Reflexion: Orientierungsstand überprüfen, Berufswahlkriterien reflektieren, Studien- und Berufswunsch überprüfen, Alternativen beleuchten, Arbeit mit dem BuS-Heft

Pflichten der Schüler/innen

  • Anwesenheit, bei Terminen außer Haus auch Einplanung von ggf. mehr Zeit; Befreiung vom Unterricht/Notengebung siehe Infoblatt
  • Übernahme von Präsentationen
  • Bewerbungen schreiben
  • Praktikumsplatz selbst organisieren
  • Praktikumsbericht verfassen
  • Portfolio-Arbeit / Dokumentation von eigenen und anderen Beiträgen und Präsentationen, besuchten Veranstaltungen, Selbsterkundungsergebnissen (z.B. BuS-Heft), Informationsmaterial, Bewerbungen, Praktikumsbericht
  • Eigenverantwortung und Selbstständigkeit: Beachtung der Aushänge im Schaukasten der Jahrgangsstufe 11, bei Abwesenheit selbstständige Beschaffung der Unterlagen

Zertifikat am Ende des Schuljahres

  • Nachweis der Inhalte und erworbenen Fähigkeiten
  • Chance als Zusatzqualifikation auf dem Bewerbermarkt (Studium, Arbeitsmarkt)

 

In der Jahrgangsstufe 11 absolvieren die Schüler und Schülerinnen ein einwöchiges Berufspraktikum in einem Unternehmen. Das Praktikum findet meist in der Woche vor den Osterferien statt. Dieser Termin bietet den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, das Praktikum in den Ferien zu verlängern. Die Schülerinnen und Schüler sind dabei in vielfältiger Weise gefordert.

  • Sie müssen herausfinden, in welchen Beruf sie „hineinschnuppern“ wollen
  • erstellen eine Bewerbung (Anschreiben und Lebenslauf)
  • müssen gegebenenfalls ein Vorstellungsgespräch wahrnehmen
  • erhalten eine Einblick in ihren Wunschberuf
  • bearbeiten die Aufgaben in der Bewerbungsmappe, um sich einen Überblick über ihre Berufsfeld zu verschaffen
  • können im Austausch mit anderen von deren Erfahrungen profitieren.
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